Zughundesport

(Ein Artikel über DOGS Partner Markus Behr für Martin Rütter – Das Magazin – Mein Hund und ich Extra 2)

Markus Behr lebt mit seinen Tieren auf einem alten Bauernhof in der Eifel. Er betreibt die DOGS Hundeschule in Ahrweiler/Gerolstein und ist seit circa 7 Jahren im Netzwerk von Martin Rütter tätig. Mit seinen Hunden übt er seit vielen Jahren den Zughundesport aus.  

Was macht Ihnen an Ihrem Beruf am meisten Spaß?

Wenn ich Menschen dabei helfen darf, mit ihren Hunden ein gutes Team zu werden: ihre Hunde besser verstehen zu können, sie artgerecht auszulasten, um dann wieder mit Spaß und Freude gemeinsam den Alltag genießen zu können.

Welcher Sport ist Ihr Spezialgebiet?

Neben allen anderen Angeboten in unserer DOGS Hundeschule wird Zughundesport immer meine große Leidenschaft bleiben und ich zähle dies daher auch zu meinen Spezialgebieten.

Worum geht es bei diesem Sport?

Beim Zughundesport ziehen ein bzw. mehrere Hunde den Menschen, der, je nach Variante auf einem kleinen Wagen steht (nur für mehrere Hunde geeignet), auf dem Roller oder Fahrrad fährt (für 1 bis 3 Hunde geeignet) oder hinter dem Hund her läuft (für 1 bis 2 Hunde geeignet). Der Hund trägt ein spezielles Zuggeschirr, da nur so die Kraft ideal auf die Zugleine übertragen werden kann, ohne dem Hund gesundheitlich zu schaden. Der Mensch lenkt den Hund mithilfe von Signalen: Rechts, Links, Vorwärts, Langsam und Stopp sind die wichtigsten Signale, die der Hund dabei beherrschen muss.

Wie sind Sie auf diesen Sport gekommen?

Ich betreibe den Zughundesport schon seit vielen Jahren. Schuld daran war ein Geburtstagsgeschenk: ein Aufenthalt bei einem bekannten Musher. Ich durfte eine Woche lang mit auf seiner Farm leben, dort wurde ich mit dem Zughundesport-Virus angesteckt.

Was fasziniert Sie daran besonders?

Die Dynamik und die Freude, mit der die Hunde den Sport ausüben! Am meisten fasziniert mich, dass die auf Vertrauen aufgebaute Zusammenarbeit auch bei hohen Geschwindigkeiten und bei starker Ablenkung verbal kontrollierbar ist.

Für welche Hunde ist dieser Sport geeignet?

Das Schöne ist, dass es nicht nur ein Sport für spezialisierte Schlittenhunde-Rassen wie Husky und Co ist, sondern im Grunde genommen alle Hunde anspricht. Natürlich ab einer gewissen Größe und einem gewissen Gewicht. Für sehr kleine Rassen eignet sich lediglich das Canicross, ein gemeinsamer Geländelauf von Mensch und Hund. Auch die Gesundheit der Hunde spielt eine ganz wesentliche Rolle. Ein Check up beim Tierarzt wird zu Beginn unbedingt empfohlen.

Auf einer Skala von 1 bis 10, wie sportlich muss der Halter sein?

Je nachdem, ob Zughundesport mit Wagen, Scooter, Fahrrad oder als Geländelauf betrieben wird, variiert die Sportlichkeit von 5 bis 10.

Benötigen Hund und Halter bestimmte Vorkenntnisse, um den Sport betreiben zu können?

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber es ist von Vorteil, wenn der Hund die Grundsignale beherrscht.

Welche Fähigkeiten werden bei Mensch und Hund geschult?

Leider werden viele Hunde nicht richtig oder viel zu wenig beschäftigt. Durch falsche oder fehlende Beschäftigung können oftmals Verhaltensauffälligkeiten entstehen. Also müssen wir unseren Hunden alternative Beschäftigungsformen anbieten. Wo kann der lauffreudige Hund noch einmal so richtig Gas geben und das auch noch vom Menschen absolut kontrolliert? 

Wie finden Ihre eigenen Hunde diesen Sport?

Meine Hunde sind von diesem Sport absolut begeistert und üben ihn mit viel Freude aus. Da es sich um Hounds, also Europäische Schlittenhunde handelt, ist das auch kein Wunder.

Was war die beeindruckendste Erfahrung, die Sie bei diesem Sport gemacht haben?

Für mich sind immer wieder die schönsten Erlebnisse, wenn ich Gastfahrten anbieten darf. Besonders mit Kindern!

 

Eine Übersicht aller DOGS Hundeschulen mit Zughundesport in ihrem Angebot finden Sie hier!