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Giftköder - Nein Dank!

Die Meldungen von Giftköderfunden und vergifteten Hunden häufen sich! 

Dieser Tage habe ich bei Instagram ein Video von einer Hündin und ihrem Besitzer gepostet. Die Hündin hat eine Kaustange apportiert und gegen ein Leckerli getauscht. Als Überschrift habe ich "Anti-Giftköder-Training" angegeben und daraufhin viele verwunderte Nachfragen erhalten.

 

"Ist es denn so gut, wenn der Hund den Giftköder ins Maul nimmt?" Die Antwort ist: "Natürlich nicht"!!!

 

Wenn sich Kunden mit dem Wunsch eines Anti-Giftköder-Trainings an mich wenden, bespreche ich erstmal in Ruhe alle Möglichkeiten. Vorweg, eine 100 %ige Garantie, dass ein Hund nach so einem Training nichts mehr vom Boden aufnimmt und schluckt, gibt es nicht! 

 

Je nach Hund wählen ich dann, gemeinsam mit dem Kunden, den Trainingsweg aus. Eventuell empfehle ich zunächst einen unten geschlossenen Maulkorb.

 

Vorausschauendes handeln des Menschen um das Verhalten zu verhindern ist dabei immer Voraussetzung. D.h. der Hund geht entweder an lockerer Leine, d.h. "bei Fuß" kontrolliert bei seinem Menschen oder wird auf dem Spaziergang beschäftigt. Dazu eignet sich z.B. das Apportieren von Gegenständen (z.B. Futterbeutel, Dummy, etc.). Der Hund soll auf dem Spaziergang also gar nicht erst die Möglichkeit erhalten nach etwas Fressbarem zu suchen.

 

Das der Mensch seinen Hund auf dem Spaziergang immer im Auge hat versteht sich dabei von selbst. Das Handy darf man also ruhig einmal weglegen!

 

Hat der Hund nun doch etwas am Wegesrand gefunden, kommt es auf die Situation an. Die Signale "Nimm", "Aus oder Pfui" und der Aufbau eines "Anzeigeverhaltens" können dabei Bestandteil des Trainings sein. 

 

Aus der Erfahrung heraus ist die Bestrafung dieses Verhaltens oft nicht dauerhaft erfolgreich. Wenn der Hund einige Meter hinter dem Menschen etwas findet, wird er es vermutlich trotzdem aufnehmen und gegebenenfalls schnell abschlucken, damit es ihm nicht mehr abgenommen werden kann.

 

Und genau hier kommt das Apportieren von Kauartikeln/Futter ins Spiel. Viele Hunde schlucken gefundenes Fressen/Giftköder/Kot, etc. schnell ab, noch bevor die Menschen da sind und es aus dem Maulbereich entfernen können. 

 

Hat der Hund jedoch gelernt, auf dem Spaziergang Gefundenes zum Menschen zu bringen und gegen etwas Besseres zu tauschen, schluckt er es eventuell gar nicht erst ab! 

 

Ziel ist also, dass der Hund eine Bockwurst apportieren kann und z.B. gegen ein Stück Käse tauscht.

 

Wie der Trainingsweg bei Eurem Hund aussehen kann, können wir bei einem Einzeltraining in Ruhe besprechen. Meldet Euch dazu gerne bei mir!

 

Giftköder verweigern