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DOGS Tipp Juli: Schnüffelspiele – Gerüche identifizieren

Beim Identifizieren eines bestimmten Geruches soll Dein Hund einen vorher festgelegten und separat trainierten Geruch unter vielen anderen, z. T. auch sehr ähnlichen Gerüchen, herausfinden.

Je nach Veranlagung Deines Hundes wird dieser entweder mehr an Beutespielen, an Schnüffelspielen, an Bewegungsspielen oder aber an Denkspielen interessiert sein. Bei Beutespielen steht das „Beute-machen“ im Vordergrund, bei Schnüffelspielen geht es darum, die Nase einzusetzen, bei Bewegungsspielen steht die körperliche Bewegung im Vordergrund und bei Denkspielen muss der Hund über Nachdenken und Ausprobieren eine Lösung für ein Problem finden. In den folgenden Monaten werden wir Dir einige Spiele aus den 4 verschiedenen Kategorien vorstellen. Weitere Spielideen findest Du im Buch „Hunde beschäftigen mit Martin Rütter“.

Beim Identifizieren eines bestimmten Geruches soll Dein Hund einen vorher festgelegten und separat trainierten Geruch unter vielen anderen, z. T. auch sehr ähnlichen Gerüchen, herausfinden. Den identifizierten Gegenstand soll er dann z. B. zu Dir bringen. Bei der einfachsten Variante dieses Spiels soll Dein Hund lernen, einen Gegenstand aus vielen anderen zu identifizieren, welche Du selbst zuvor angefasst hast. Dieses Spiel beherrschen die meisten Hunde bereits ohne großes Training: Viele Menschen nutzen zum Spiel mit dem Hund auf dem Spaziergang ja leider immer noch Stöcke, die sie unterwegs finden. Da der Hund sich dabei schwer verletzen kann, eignet sich diese Variante des Identifizierens natürlich nicht als Beschäftigungsform. Dennoch, alle Hunde finden in der Regel ohne Probleme den vom Menschen geworfenen Stock sicher wieder, selbst wenn dieser im Wald inmitten vieler anderer, ähnlich aussehender Stöcke landet. Der Hund identifiziert den Stock dabei anhand des Geruches.

Wenn Du ausprobieren willst, ob Dein Hund dieses Kunststück ebenfalls bereits von sich aus beherrscht, kannst Du anstelle eines Stöckchens z. B. einfach einen „Tannenzapfen“ benutzen. Am besten eignen sich hierfür die länglichen Zapfen mit weichen Schuppen, wie z. B. die Zapfen einer Fichte. Beginne das Spiel damit, indem Du Deinem Hund einen Zapfen zeigst und diesen dann wirfst. Gebe Deinem Hund das bereits bekannte Signal zum Apportieren. Hat Dein Hund verstanden, dass er den Zapfen bringen soll, kannst Du ein neues Signal hinzufügen. Dieses Signal sollte sich deutlich sowohl von Deinem Apportiersignal sowie von Deinem Suchsignal unterscheiden, denn Dein Hund soll dieses neue Signal ja damit verknüpfen, genau den Gegenstand zu bringen, den Du angefasst hast. Bei der Suche oder dem Apportieren darf er dagegen irgendeinen ausgelegten Gegenstand bringen.

Im nächsten Schritt legst Du den Zapfen an eine Stelle im Waldboden, an welcher viele weitere Zapfen liegen. Achte aber bitte darauf, die anderen Zapfen nicht zu berühren. Schicke Deinen Hund nun mit dem neuen Signal zum Identifizieren in Richtung der Zapfen. Starte dabei aus geringer Distanz, da apportierfreudige Hunde sonst durch die Dynamik schnell dazu verleitet werden, den ersten Zapfen aufzunehmen, den sie erblicken. Vermutlich wird auch Dein Hund genauso wie die meisten Hunde zielstrebig den richtigen Zapfen aus der Menge auswählen. Lege den Zapfen dabei anfangs noch ein Stück weit neben die anderen Zapfen. Suche dann eine Stelle mit weniger herumliegenden Zapfen, und lege Deinen Zapfen mitten hinein. Später kann Dein Zapfen dann auch inmitten vieler anderer Zapfen liegen, Dein Hund wird ihn sicher finden.