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DOGS Tipp Januar: Der perfekte Hund...

Neben dem Tierarzt gibt es mittlerweile Tier-Physiotherapeuten, Ernährungsspezialisten und natürlich gibt es Hundetrainer für alle möglichen Beschäftigungsformen und Verhaltensprobleme des Hundes.

Scheinbar ist das Zusammenleben mit dem Hund immer schwieriger geworden. Doch woran liegt das? Werden unsere Hunde immer problematischer? Wie geht man mit dem Problemverhalten eines Hundes am besten um? Ausführliche Informationen zu vielen möglichen Problemen mit dem Hund sowie deren Ursachen und Lösungsansätze finden Sie im Buch „Problem gelöst mit Martin Rütter“.

In Bezug auf das Zusammenleben mit dem Hund sind die Vorstellungen vieler Menschen sehr romantisch. Der Mensch möchte mit seinem Hund die Natur erleben. Entspannte Spaziergänge, bei denen man einfach einmal die Seele baumeln lassen kann, sind wohl nicht zu viel erwartet. Natürlich soll auch der Hund auf seine Kosten kommen, indem er neue Bekanntschaften schließt. Und man selbst ist ja auch offen und freut sich über neue Bekannte, die das gleiche Hobby teilen. Während man den Hunden beim netten Spiel zuschaut, kann gefachsimpelt werden, man kann sich über das neueste Hundefutter austauschen oder einfach nur das gemeinsame Zusammensein genießen. Zuhause liegt der Hund dann zufrieden und glücklich in seinem Körbchen und wartet brav darauf, dass es am Nachmittag noch einmal nach draußen geht…

Die Realität sieht dann meist ganz anders aus… Der Hund jagt alles, was er in die Nase bekommt, sodass man den Spaziergang, kaum dass der Hund abgeleint wird, eigentlich allein verbringt. An der Leine lässt sich der Hund kaum führen, er zieht wie ein Berserker, sodass man bereits chronische Schmerzen im Schultergelenk hat. Trifft man auf andere Hunde, stürmt Waldi mit lautem Gebell los, und oftmals endet das Zusammentreffen blutig. Zuhause nimmt der Hund das Haus auseinander, allein bleiben kann er gar nicht, und Besucher werden laut verbellt, wenn sie überhaupt ins Haus hinein dürfen. Wofür hatte man sich noch mal den Hund angeschafft?

Glücklicherweise trifft das oben ausgemalte Szenario in dieser Komplexität auf die wenigsten Hunde zu… Doch die ein oder andere Baustelle hat wohl jeder Hund.

UND DAS IST AUCH GANZ NORMAL!

Sogenannte Problemhunde entstehen häufig einfach durch falsche Erwartungen des Menschen an seinen Hund! Hunde sind Lebewesen, sie sind nicht „perfekt“. Wir schaffen uns einen Hund aus Fleisch und Blut an, keinen Roboter, der nur entsprechend unserer Bedürfnisse programmiert werden muss und dann zuverlässig funktioniert. Und immer besteht ein Hund nicht nur aus „Problemverhalten“. Daher ist es wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen, welche wundervollen Eigenschaften der eigene Hund hat. Gerade wenn Sie zurzeit mit einem Problem kämpfen, sollten Sie sich einfach einmal die Zeit nehmen und positive Eigenschaften Ihres Hundes sowie tolle Erlebnisse mit Ihrem Hund aufschreiben. Sie werden erstaunt sein, was für eine Liste dabei zusammen kommt. Denn nicht umsonst haben Sie sich damals für Ihren Hund entschieden. Machen Sie sich bewusst, dass das Idealbild Ihres Hundes niemals mit der Realität übereinstimmen kann. Und mal Hand aufs Herz: Wäre das Leben mit dem perfekten Hund nicht einfach viel zu langweilig? Akzeptieren Sie Ihren Hund daher so wie er ist, mit all seinen Stärken und Schwächen. Helfen Sie ihm dabei, sich zu entwickeln, aber lernen Sie auch seine Grenzen kennen. Versuchen Sie nicht, ihn zu biegen oder zu brechen, denn das, was seine Persönlichkeit ausmacht, werden Sie nicht verändern können.