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Richtiger Züchter oder Hobbyzucht?

Natürlich stellt sich auch die Frage nach einem guten Züchter. Das Verlangen nach aktiven, fidelen, gesunden und sozialisierten Hunden ist die Grundvoraussetzung füpr ein hohes Alter der Tiere und viel Spaß mit ihnen.

 

Der Einfluss eines guten Züchters auf den Welpen

Vom Tag seiner Geburt an, setzt sich der Welpe mit der Umwelt auseinander und reagiert nach seinen genetisch fixierten Anlagen auf diese Reize. Jedoch findet die Grundlage zur Entwicklung der Persönlichkeit des Welpen noch früher statt, bereits im Mutterleib der trächtigen Hündin.

Seit 1950 weiß man bei Ratten, das Ratten von Müttern, die während der Trächtigkeit Stress ausgesetzt waren, als Erwachsene ängstlich und weniger resistent gegenüber Stress sind. Dies wurde ebenfalls bei Hunden nachgewiesen. Die Entwicklung des Verhaltens beginnt somit bereits im Mutterleib. Der Dauerstress führt in der Gebärmutter zu einer Veränderung im Gehirn des Welpen.

Tiere kommen mit weniger gut ausgebildeter Kompetenz und mit einer größeren Unsicherheit zur Welt.
Die Lern- und Bindungsfähigkeit ist eingeschränkt und sie entwickeln keine wirkungsvollen Strategien zur Stressbewältigung. Dabei reagieren sie auf Außenreize oft unpassend und übertrieben, entweder sehr ängstlich oder mit einer übertriebenen Aggressivität.

Hat die Mutterhündin während der Läufigkeit Stress, so bildet sich Cortisol. Dieses Hormon gelangt in den Mutterkuchen zum Welpen, das tragische Folgen auf dessen Stresszentrum hat. Je mehr Cortisol über die Mutterhündin einwirkt, desto mehr gelangt in das Stresszentrum des ungeborenen Welpen, das größer und reaktionsfreudiger wird.

Das heißt hier findet bereits eine Veränderung des Verhaltens statt, dass pränatal, also vorgeburtlich und nicht durch eine Lernerfahrung stattfindet.
Das Stresszentrum ist verbunden mit der Produktion weiterer Stresshormone, dem Adrenalin (Fluchthormon) und dem Noradrenalin (das Kampfhormon). Zusammen werden sie schneller und leichter ausgeschüttet, als bei Hunden die solchen Einfluss nicht ausgesetzt waren. Somit reagieren sie viel schneller und vehementer auf kleinste Stresssymptome, die für einen anderen Hund belanglos sind.

Somit liegt der Fokus bei der Mutterhündin, die eine elementar und fundamental wichtige Rolle in der Verhaltensentwicklung spielt.
Umso mehr muss beim Kauf eines Welpen darauf geachtet werden, unter welchen Lebensbedingungen die Hündin beim Züchter lebt.

Bekommt sie hochwertige Nahrung, wächst bei erfahren Hundemenschen auf und wird körperlich und geistig ausgelastet. Oder lebt sie doch nur abgeschieden auf dem Hof oder Zwinger und bekommt wenig Kontakt zum eigenen Menschen, wird einmal am Tag kurz ausgeführt und fand der Deckakt auch nur ungewollt durch Nachbars Rüden statt. Die Weichen werden früh gelegt für ein entspanntes Hundeleben.

 

Daran erkenn Sie einen guten und seriösen Züchter.

1. Ein guter Züchter

Die Mutterhündin befindet sich vor Ort und lebt mit den Welpen zusammen im Haus. Auch hier sollten Sie die Hündin gut beobachten. Ängstliches und unsicheres Verhalten gegenüber fremden Menschen, beobachten die Welpen und empfinden die Zurückhaltung als normal und richtig. Die Hündin sollte einen gepflegten Zustand aufweisen und dem Züchter auch nur für einen gewissen Zeitraum als Zuchttier dienen.

Die Zuchtstätte sollte für die Hunde natürlich geräumig und hell, also auch sauber sein. Wasser sollte stets frei zur Verfügung stehen.

Ein guter Züchter ist um die Gesundheit der Welpen und der Zuchttiere bemüht und kontrolliert die Werte regelmäßig. Auch sollten ihm die Werte, aus den vorherigen Würfen interessieren, um mit später auftretenden Anomalien nicht weiter zu züchten.

Kontrollieren Sie das Aussehen und das Verhalten der Welpen. Diese sollen ausreichend mit Futter versorgt sein und sollen selbst ein sauberes und gepflegtes Äußeres vorweisen. Bei apathischen, verunsicherten Hunden und etwaigen Parasiten sollten Sie auf jeden Fall die Kooperation mit dem Züchter abwenden.

Aufgrund der hohen Infektionsgefahr werden die Welpen beim Züchter geimpft, gechipt und entwurmt. Das Abgabealter der Welpen sollte nicht zu jung sein.

Frühestens mit 8 Wochen, jedoch bis zur 12. Woche sollte die Abgabe geschehen.

Ein guter Züchter erbringt Vorleistung, die Welpen im jungen Alter an viele Reize zu gewöhnen. Angefangen vom ersten Betreten des Rasens, junge und alte Menschen bekannt zu machen, verschiedene Tiere kennenzulernen, als auch die erste Fahrt mit dem Auto und kurze Tagesausflüge.

Die Aufzucht der Welpen kostet somit enorm viel Zeit, diese an die Umwelt zu gewöhnen. Daher sind Rassehunde von anerkannten Züchtern unter 1000 selten zu finden. Bedenke man die Kosten für die Aufzucht, die Überprüfungen, weiten Strecken zum Decken, Tierarzt, Wurfkiste, Spielzeug Nahrung uvm.

Natürlich sollten die Welpen an vertrauenswürdige Hundemenschen abgegeben werden. Somit sind Fragen und das Einholen von Informationen an die zukünftigen Halter ebenfalls verständlich. Auch ist es wichtig, sich über das neue Tier oder die Rasse beim Züchter zu erkunden. Um diesen Informationstausch auch abzudecken, den positiven Eindruck zu bestätigen und ein Vertrauen aufzubauen, sind in der Regel auch mehrere Treffen nötig und ratsam.

Der Züchter steht selbstverständlich auch gerne nach dem Kauf dem Halter zur Seite, hilft und berät ihn.

Die Welpen werden im Alter von der 8. bis zur 12. Lebenswoche abgegeben, wobei dieses Zeitfenster weder unter- noch überschritten werden sollte.
In dieser kurzen Zeit, die der Welpe auf der Welt ist, hat er bereits eine Menge Erfahrungen gemacht und viele Dinge gelernt. Die ersten Einflüsse bereits im Unterleib der Mutterhündin.