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Problem gelöst!

Mein Hund zieht an der Leine

Mein Hund macht nur was er will

Mein Hund kann nicht alleine bleiben

Hilfe, mein Hund geht jagen

Mein Hund zieht an der Leine

 

Leinenführigkeit – ein häufiges Problem

Heutzutage muss ein Hund lernen, an der Leine zu laufen. Die Zeiten, in denen Hunde frei auf dem Hof lebten, durch das Dorf stromerten und ansonsten höchstens einmal im Jahr auf dem Weg zum Tierarzt an der Leine geführt wurden, sind lange vorbei. Heutzutage wird der Hund in der Regel zwei-bis dreimal täglich auf dem Spaziergang ausgeführt. Sowohl in der Stadt als auch auf dem Land herrscht immer mehr Verkehr, sodass ein Freilauf nur weitab der Straßen möglich ist. In der Regel muss man also erst einmal ein Stück weit mit seinem Hund an der Leine laufen, um in ein Freilaufgebiet zu gelangen.

Doch warum ziehen so viele Hund an der Leine? Warum laufen Sie nicht entspannt mit ihrem Menschen an lockerer Leine? Steckt dahinter etwa dominantes Verhalten? Möchte der Hund seinen Menschen beherrschen, ihm zeigen, wo es langgeht?

-Einschränkung des Hundes-

Der Hund kann sich nicht in dem Tempo, dass ihm grade passt, bewegen. Er kann nicht in die Richtung oder an den Ort gehen, wo er grade hinlaufen möchte. Für einen Hund ist eine solche Einschränkung erst einmal nicht verständlich. In einen wildlebenden Rudel würde es solche Einschränkung nicht geben. Kein anderer Hund führt ein Rudelmitglied an der Leine, oder schränkt seine Bewegungsfreiheit so stark ein. Für den Hund ist das Laufen an der Leine also keinesfalls ein natürliches Verhalten. Der Mensch muss dem Hund beibringen, was er von ihm erwartet.

In Kursen und Seminaren zur Leinenführigkeit, wird aufgezeigt, wie die Leinenführigkeit artgerecht und gewaltfrei trainiert wird. Zuerst analysieren wir die Motivation für das Ziehen der Hunde. Dementsprechend werden die Ursachen im Alltag verändert, so dass die Leinenführigkeit im Alltag dann parallel zu den für Euch individuell gegebenen Tipps umgesetzt werden können.

 

Freilauf- Freiraum für den Hund

Gibt es etwas Schöneres, als wenn Mensch und Hund uneingeschränkt und ohne Zwang gemeinsam durch die Natur streifen? Doch häufig sieht es anders aus. Kaum wird der Karabinerhaken der Leine vom Halsband des Hundes gelöst, kaum macht es also „klick“, ist der Hund auch schon auf und davon. Kein Rufen, kein Pfeifen hilft, der Hund ist erst einmal verschwunden. Meist in rasanter Geschwindigkeit, so dass die Distanz zwischen Mensch und Hund schnell sehr groß ist. Von einem gemeinsamen Spaziergang kann dabei nicht mehr die Rede sein.

Ihr Welpe muss also von Anfang an lernen, dass es Sinn macht, bei Ihnen zu bleiben, da er mit Ihnen zusammen viele spannende Aktionen erleben kann. Sie müssen dazu herausfinden, welche Eingenschaft ihr Hund besitzt und womit er sich gerne beschäftigt. In Welpengruppen und Junghundegruppen wird Ihnen aufgezeigt, wie Sie ihren Hund nach seiner Motivation auslasten können.

Ist er ein Nasenhund, der ständig die Nase am Boden hat und alles immer ausgiebig untersucht? Dann führen Sie doch gemeinsame Suchspiele durch. Ob Sie Leckerchen oder Gegenstände verstecken, die Ihr Hund anschließend suchen soll, spielt dabei keine Rolle. Hauptsache, Ihr Hund hat Spaß daran, den jeweiligen Gegenstand oder das Futter zu suchen. Noch spannender werden Sie für Ihren Hund, wenn Sie eine Spur legen, die Ihr Hund verfolgen muss, also das Fährtentraining.

Hunde, die gern hetzen, lieben meist das gemeinsame Hetzspiel an der Reizangel. Eine Beute, welche an einem Stock mit Schnur befestigt ist, wird von Ihnen schnell hin und her bewegt, so dass Ihr Hund diese verfolgen und am Ende erjagen darf. Wenn anstelle des Hetzens für Ihren Hund das Beutemachen im Vordergrund steht, sind Apportierspiele eine tolle gemeinsame Beschäftigungsform.

 

 

Wenn das Alleinebleiben schwerfällt

Hunde sind Rudeltiere, sie verbringen das Leben in ihrem Familienverband, schlafen zusammen, fressen zusammen, gehen zusammen auf die Jagd. Denn gemeinsam is man stark, man kann Beute besser erlegen und Feinde vertreiben. Allein dagegen wird man schnell das Opfer eines Feindes und muss ums Überleben kämpfen, da Nahrung nur schwer beschafft werden kann. Somit macht es für den Hund Sinn, im Familienverband eine Ordnung aufrechtzuerhalten. Jeder kennt seinen Platz und seine Aufgaben und hat somit die Sicherheit, im Familienverband geschützt zu sein. Im sozialen Miteinander werden Bindung aufgebaut und gestärkt, Konflikte geklärt und somit das Beziehungsgeflecht im Rudel stabil gehalten. Natürlich kommt es auch einmal vor, dass sich ein Hund ein Stück abseits vom Trubel hinlegt, um auszuruhen oder ein besonders begehrte beute zu verzehren. Dennoch bleibt man in der Nähe des Rudels, um des Zusammenhalt aller zu stärken, um das Überleben zu sichern. Und natürlich wird auch im Rudel ab und an ein Mitglied auf Abstand gehalten. Dennoch, dass ein Rudelmitglied in einem Raum gesperrt und damit komplett vom Rudel getrennt wird, von den Aktionen der anderen bewusst ausgeschlossen wird, kommt nicht vor.

Wenn ein Hund nicht alleinbleiben kann, ist relativ schnell von Trennungsangst die Rede. Und tatsächlich ist Trennungsangst bzw. der starke Wunsch nach Bindung und dem Zusammensein im Familienverband wie bereits beschrieben wurde für den Hund etwas sehr Natürliches. Trennungsangst entsteht aber nicht nur durch mangelnde Lernerfahrung. Auch plötzliche Veränderungen wie z.B. Trennung der Hundehalter oder Tod eines Familienmitgliedes, Umzug in eine neue Wohnung, Abgabe des Hundes in eine neue Familie und damit auch Veränderungen im Alltag und beim Alleinbleiben des Hundes, können zu Trennungsangst führen.

Da das Training je nach Ursache anders aufgebaut werden muss, ist es wichtig zu erkennen, ob es sich bei einem Hund handelt, der das Alleinbleiben icht gelernt hat, oder der gestresst ist, weil er keinen Einfluss mehr auf seine Menschen ausüben kann. Den Unterschied zu erkennen, ist in der Tat manchmal gar nicht so leicht, vor allem, weil bestimmtes Verhalten sowohl ein Indiz für Trennungsangst als auch Kontrollverlust sein kann.

In einem ausführlichem Erstgepräch kann die Motivation des Hundes besprochen und trainiert werden - sprechen Sie uns an!

Tipp: cam2pet bietet eine tolle kostenlose App, die im Training extrem hilfreich sein kann. Mittels zweier Endgeräte (z.B. Handy & Tablet) kann Ihr Hund problemlos per Livestream beim Alleinebleiben "überwacht" werden. Dies ist gerade im Aufbau des Alleinebleib-Trainings wichtig, kann aber auch später immer wieder nützlich sein!

 

 

Ein Verhalten mit Sinn? - Warum Hunde jagen

Jagdverhalten wird vom Haushund nur selten gezeigt, um Nahrung zu erwerben. Unsere Hunde leben in der Regel gut versorgt im menschlichen Haushalt. Sie bekommen jeden Tag ihr Futter, meistens ohne dafür etwas leisten zu müssen. Und dennoch gibt es so viele Hunde, die nicht widerstehen können, dem weglaufenden Hasen hinterherzujagen, oder auch mit Begeisterung Vögel zu verfolgen.

Was ist nun aber der Grund dafür, dass viele Hunde einer Jagd nicht widerstehen können?

Jagen als selbstbelohnendes Verhalten

Der Hund empfindet schon das Verfolgen von Beute als angenehm und belohnend. Ob die Beute dabei letztendlich gefangen wird oder aber fliehen kann, spielt keine Rolle. Jagen an sich ist somit ein Verhalten, das für den Hund selbstbelohnenden Charakter hat. Diese Ursache führt auch dazu, dass viele Hunde geradezu nach Situationen suchen, in denen sie dieses Verhalten wieder ausführen können. Ebenso erklärt es, warum ein jagender Hund nur schwer von diesem Verhalten abgebracht werden kann, wenn er einmal damit begonnen hat. Er hat seine Belohnung sozusagen schon erhalten, er ist gerade mittendrin! Jagen macht einfach Spaß!

Da Jagdverhalten nun also ein durch die Genetik fest verankerter Teil des hündischen Verhaltens ist, muss man sich fragen , welche Auswirkung es auf den Hund hat, wenn man ihm dieses Ausleben seiner genetisch bedingten Bedürfnisse verbieten würde. Für einen Hund mit großer jagdlicher Motivation stellt es eine starke Unterdrückung seiner Wesenszüge dar, wenn man ihm keine Möglichkeit zum Ausleben dieses Verhaltens gibt. Als Folge davon entwickelt sich dann oft fehlgeleitetes Jagdverhalten wie das Jagen von Joggern, Fahrrädern oder sogar Autos.

Das Anti-Jagd-Training beinhaltet Ersatzhandlungen, in der die Hunde ihre Leidenschaft ausüben dürfen. Verfolgen die Hunde gerne Spuren, dürfen sie diese beim Fährtentraining nachgehen. Hetzen sie in hohem Tempo der Beute hinterher, ist ein Training an der Reizangel genau das richtige für sie.

Lernen Sie hier, wie Sie Ihren Hund in jeder Lebenslage beeinflussen können, ihm sinnvolle und artgerechte Beschäftigung bieten und dadurch seinen Jagdtrieb in kontrollierte Bahnen lenken können!