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Herbst


Langsam werden die Tage wieder kürzer, es wird später hell und früher dunkel. Die Temperaturen sinken und der Herbst mit seinem wechselhaften Wetter kündigt sich an.

 

Langsam werden die Tage wieder kürzer, es wird später hell und früher dunkel. Die Temperaturen sinken und der Herbst mit seinem wechselhaften Wetter kündigt sich an.

Für unsere Hunde sind diese niedrigeren Temperaturen angenehmer als die Hitze im Sommer.
Sie werden jetzt wieder agiler und setzen auf Spaziergängen vermehrt ihre Nase ein.
Für uns Halter ist dies oft sehr schwierig, da die Hunde abgelenkter, unkonzentrierter und weniger ansprechbar sind.

Hunde sind Makrosmatiker (Nasentiere).

  • 10% ihres Gehirnes sind für die Geruchsverarbeitung zuständig, beim Menschen dagegen nur 1%
  • auf der Riechschleimhaut der Hundenase befinden sich bis zu 220 Millionen Riechzellen, beim Menschen nur 5 Millionen
  • Hunde können Gerüche mit dem Vomeronasalorgan ( Jacobsonsches Organ ), das sich im Gaumen befindet, „schmecken“
  • die Nase erzeugt ein Geruchsfoto seiner Umwelt, dieses kann der Hund jahrelang im Gedächtnis speichern
  • um die Gerüche wahrzunehmen, atmen Hunde in der Minute bis zu 300 Mal ein und aus,  dadurch können sie den Ursprung eines Geruches, das Alter und das Ende eines Geruches erkennen
  • die Körpertemperatur erhöht sich beim der Suche um 2 Grad, die Fettverbrennung, das Immunsystem und der ganze Stoffwechsel werden aktiviert
  • 10 Minuten Nasenarbeit sind etwa so anstrengend wie 50 Kilometer zu laufen
  • nervöse und unruhige Hunde werden durch das Suchen ruhiger und gelassener
  • Nasenarbeit ist für jeden Hund, ob jung oder alt, geeignet
  • Nasenarbeit stärkt die Bindung zum Halter und motiviert den Hund, sich mehr auf seinen Menschen zu konzentrieren
  • Grundsignale, wie Sitz, Platz und Bleib können bei der Nasenarbeit können  mit eingebaut werden

 

Möglichkeiten für Nasenarbeit beim Hund können die Suche nach dem Futterdummy, Fährten- und Schleppenarbeit sowie Mantrailing darstellen.
Für aktivere und bewegungsfreudigere Hunde bieten sich im Herbst zusätzlich Beschäftigungsformen wie Apportieren und Reizangeltraining an. Auch das Joggen und Fahrradfahren im gemäßigten Trab können wieder aufgenommen werden.

Im Herbst gilt es allerdings auch einige Dinge bezüglich der Gesundheit und Sicherheit Ihres Hundes zu beachten.
Welpen, kurzhaarige oder ältere Hunde benötigen zum Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit einen wind- und wasserdichten wärmenden Mantel.
Für die „Wasserratten“ unter den Hunden sollte nun bei Temperaturen unter 10 Grad die Badesaison enden, da das Fell im Herbst nicht mehr so schnell trocknet und der Hund sich an der kalten Luft verkühlen kann. Dies kann Erkrankungen der Nieren und der Blase zur Folge haben. Starker Wind kann zu Augenreizungen und bei Stehohren zu Ohrenentzündungen führen.

Beim Fellwechsel von Sommer- auf Winterfell benötigt der Hund bis zu 30% mehr Nährstoffe, vor allem Calcium, in seiner Nahrung. Sie können in dieser Zeit ihrem Hund calciumreichen Hüttenkäse oder Muschelkalk zufüttern. Regelmäßiges Ausbürsten des Fells löst alte Haare und beugt Hautirritationen vor.

Die Gefahr von Floh- oder Zeckenbefall ist im Herbst deutlich höher als im Sommer.
Die Herbstgrasmilbe platziert ihre Larven auf der dünnen Haut zwischen den Zehen des Hundes.
Bitte untersuchen Sie deshalb Ihren Hund regelmäßig nach dem Spaziergang auf möglichen Parasitenfall. Zur Prävention sind bei Tierärzten und im Fachhandel verschiedene Präparate erhältlich.

Eine weitere Gefahrenquelle im Herbst können auch die nun von Bäumen und Sträuchern abfallenden Früchte wie Eicheln, Kastanien und Beeren darstellen. Werden sie vom Hund in größeren Mengen gefressen, kann dies zu Darmverschlingungen oder durch die enthaltene Gerbsäure zu Durchfällen führen.

Abgemähte Felder und Äcker sind keine geeigneten Tobeflächen für Hunde, da die Stoppeln ein Verletzungsrisiko für die Pfoten darstellen können. Bitte beachten Sie außerdem, dass durch die dort aufgebrachten giftigen Spritz- und Düngemittel Vergiftungsgefahr für die Hunde besteht.

Durch die im Herbst veränderten Lichtverhältnisse gilt es auch an die Verkehrssicherheit für Sie und Ihren Hund zu denken. Ihren Hund können Sie durch reflektierende Halsbänder und Geschirre sowie Leuchthalsbänder (bitte nicht blinken lassen, das stört den eigenen Hund und Artgenossen können verunsichert werden), für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar machen. Für uns Menschen gibt es Reflektoren, die ganz leicht an unserer Kleidung anzubringen sind.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit unseren Tipps spannende und nützliche Ideen für den Herbst liefern und wünschen Ihnen und Ihrem Hund viel Freude auf Ihren Spaziergängen durch die goldene Jahreszeit!

Gerne erstellen wir für Sie und Ihren Hund einen individuellen Trainingsplan zu den Themen:

  • Nasenarbeit
  • Apportieren
  • Reizangeltraining
  • Schleppe und Fährte
  • Beschäftigung draußen 
  • Spaziergänge richtig gestalten 

 

Des Weiteren finden Sie diese und viele mehr Themen in unseren Gruppenstunden.