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Maulkorb – Nur für gefährliche Hunde oder unterschätztes Hilfsmittel?

Ein Beitrag von Ramona Houscht - Martin Rütter DOGS Heidelberg/Mosbach

„Maulkorb“ – immer wieder ein brisantes Thema. Da erwähnt man das Wort gegenüber einem Hundehalter und ganz schnell entstehen heiße Diskussionen. Wieso muss der „arme Hund“ einen Maulkorb tragen? Handelt es sich bei diesem Hund um einen so genannten Listenhund? Muss der Hund aufgrund seiner Rasseherkunft einen Maulkorb tragen? Oder gab es vielleicht besondere Vorkommnisse, wodurch Hund und Halter die Auflage „Maulkorbpflicht“ erfüllen müssen? Hat der Hund vielleicht einen anderen Hund oder sogar einen Menschen gebissen und muss deshalb den Maulkorb tragen, sobald er das Haus verlässt?

Sieht man auf der Straße einen angeleinten Hund mit Maulkorb auf dem Spaziergang, kommen ganz schnell Vorurteile auf. Ein Hund mit Maulkorb löst bei vielen Hunde- und Nichthundehaltern zunächst ein ungutes Gefühl aus. Die Gedanken befassen sich mit blutrünstigen Geschichten um die Vorgeschichte des Hundes. Oft wird der Hund in eine Schublade gesteckt und auch ohne ausmalende Geschichten verurteilt. In beiden Fällen wechselt man lieber die Straßenseite. Die Halter Maulkorb-tragender Hunde sollten ein dickes Fell haben, um Fragen zum Hund, wenn es denn überhaupt dazu kommt, entspannt beantworten zu können oder damit zu leben, dass das Umfeld gerne vorsorglich die Straßenseite wechselt.

Aber welche Hunde müssen denn nun wirklich einen Maulkorb tragen? Und ist dies wirklich etwas Verwerfliches? Ist das Tragen eines Maulkorbs unangenehm für den Hund? Fühlt sich dieser dadurch beeinträchtigt?

Es kann unterschiedlichste Gründe haben, warum ein Hund einen Maulkorb trägt:

Es gibt tatsächlich festgelegte Rasselisten (diese variieren von Bundesland zu Bundesland), welche Hunderassen aufführen, die, ohne Befreiung durch einen Wesenstest, ab einem bestimmten Alter, in der Regel ab dem Alter von sechs Monaten, einen Maulkorb tragen müssen. Der Sinn dahinter soll an dieser Stelle nicht hinterfragt werden. Ob der betroffene Hund den Wesenstest noch nicht absolviert hat, sich einfach nur im „falschen Bundesland“ aufhält oder ob gegebenenfalls wirklich eine Gefährdung vorliegt, verrät jedoch weder die Rasse noch der angezogene Maulkorb. Vielleicht macht der Besitzer eines Rottweilers aus Baden-Württemberg, einem Bundesland, in welchem der Rottweiler nicht grundsätzlich einen Maulkorb tragen muss, gerade nur einen Spaziergang in Nordrhein-Westfalen, einem Bundesland, in dem es eine Maulkorbpflicht für Rottweiler gibt, insofern keine spezielle Befreiung durch Absolvieren eines Wesenstestes vorliegt. Hier darf deshalb weiter fleißig geraten werden.

Und natürlich gibt es auch Hunde, deren Vorgeschichte dazu beigetragen hat, dass sie besser, auch ohne Auflagen oder behördliche Anordnung, vorsorglich einen Maulkorb tragen sollten. Hierzu gehören aber nicht nur die Hunde, die per se einfach andere Hunde „kalt machen wollen“, sondern beispielsweise auch Hunde, die bereits in jungem Alter unschöne Erlebnisse mit fremden Hunden hatten. Je nach Typ Hund kann hier ein einziges Erlebnis dazu führen, dass dieser durch eine Attacke eines anderen Hundes traumatisiert wurde und gelernt hat, sich nun vorsorglich Artgenossen besser vom Leib zu halten, indem er nach vorne geht und zubeißt. Auch wenn der betroffene Hund bereits einen guten Trainingsstand besitzt und dem Menschen nicht von der Seite weicht, muss der pflichtbewusste Hundehalter eben auch daran denken, dass man draußen nicht nur auf gut rückrufbare Hunde trifft, sondern auch auf die anderen, die man nicht rechtzeitig davon abhalten kann, Kontakt zum eigenen Hund aufzunehmen. In diesem Fall sollte dem Halter eines solchen Hundes also eher Anerkennung ausgesprochen werden, dass er andere Hunde vor eventueller defensiver Aggression seines Hundes schützt – leider ist dies nicht unbedingt selbstverständlich. Auch in Bezug auf ein Training solcher Hunde ist der Maulkorb zunächst das Hilfsmittel der Wahl. Trägt der Hund einen Maulkorb, so besteht die Möglichkeit, kontrolliert Situationen zu trainieren, in welchen der Hund zum aktuellen Stand noch nicht gelernt hat, sich adäquat zu verhalten. Mithilfe des Maulkorbs ist zum einen die Sicherheit für Mensch und Hund gewährleistet, der Hund lernt aber auch, dass er durch Aggression nicht ans Ziel kommt! Hat der Hund zuvor gelernt, das Gegenüber durch Beißen auf Abstand zu halten, kann man dem Hund mithilfe des Maulkorbs neue Wege im Verhalten mit Artgenossen aufzeigen. Bleibt das Gegenüber entspannt, lernt der Hund, dass Kommunikation nicht immer Stress und Anspannung bedeuten muss und wird so zukünftig bei der Begegnung mit Artgenossen nicht immer direkt aggressives Verhalten zeigen.

Neben dem oben beschriebenen Beispiel gibt es aber zweifelsohne auch Hunde, bei denen nicht nachvollziehbar ist, welche Geschehnisse vorgefallen sind, die aber dennoch in bestimmten Situationen Menschen und/oder Hunde beißen würden und deshalb vorerst (oder auch längerfristig) einen Maulkorb tragen müssen. Um es zu ergänzen: Ein solcher Hund muss nicht zwangsläufig ein Secondhand-Hund sein, nein, auch aus dem eigens großgezogenen Welpen kann sich ein Hund entwickeln, der Menschen und/oder Hunde durch Beißen gefährden kann. Und hier ist natürlich klar: Dieser Hund MUSS einen Maulkorb tragen, denn kein Mensch oder Hund sollte Gefahr laufen, von einem Hund gebissen zu werden, bei welchem bekannt ist, dass er im Alltag mit Situationen konfrontiert wird,  in welchen es schnell zu einem Beißvorfall kommen könnte. Wer selbst einmal einen solchen Hund sein Eigen nennen durfte, der wird die Erfahrung gemacht haben, dass es eine absolute Erleichterung sein kann, wenn man weiß, dass vom eigenen Hund auch in angespannten Situationen keine ernsthafte Gefahr ausgehen kann.

Es gibt aber auch Hunde, die weder durch ihre Vorgeschichte/Erfahrungen zu defensiver Aggression neigen, noch offensiv aggressiv auf Menschen oder Hunde in bestimmten Situationen reagieren, die also im normalen Alltag niemals dazu neigen, zu beißen und dennoch manchmal zur Sicherheit einen Maulkorb tragen sollten. Ein Stichwort zu diesem Thema ist der Tierarztbesuch! Dieser bedeutet für viele Hunde eine stressige Ausnahmesituation. Bereits im Wartezimmer trifft der Hund auf gestresste Artgenossen. Nach der angespannten Wartezeit wird dann im Behandlungsraum vom Hund verlangt, dass er auf einem glatten Tisch ruhig stehen bleibt und abgetastet bzw. behandelt wird. Handelt es sich auch noch um einen Tierarztbesuch mit akutem Anliegen, sind die oben genannten Schritte im schlimmsten Fall mit Schmerzen beim Hund verbunden. Und wer nur selbst einmal kurz daran denkt, was man tun möchte, wenn der Zahnarzt beim Bohren einen Nerv erwischt, der kann sich vielleicht ein wenig in die Lage des Hundes beim Tierarzt hineinversetzen.

Natürlich ist in einer solchen Situation für jeden nachvollziehbar, weshalb ein Hund herumfahren und beißen kann, aber ganz klar ist auch, dass der Schutz des Menschen, in diesem Fall also des Tierarztes, des Tierarzthelfers sowie des Hundehalters, im Vordergrund stehen muss. Wer mit seinem Welpen den Besuch beim Tierarzt trainiert und später weiterhin zum jährlichen Check Up dort vorbeischaut sowie mit dem Hund das Betasten und ruhige Stehen im Alltag trainiert, schafft die besten Voraussetzungen dafür, dass der Hund beim Tierarzt voraussichtlich keinen Maulkorb tragen muss. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel! Ein besonders heftiger Schmerz, ein fremder Tierarzt, ein fremder Ort und schnell kann das Tragen eines Maulkorbs notwendig sein, auch wenn der eigene Hund normalerweise noch so lieb ist.

Es gibt nun aber auch einfach an bestimmten Orten die Vorgabe, dass ein Hund einen Maulkorb tragen muss. Oftmals sind vielen Hundehaltern solche Vorschriften gar nicht bekannt! Hier gilt jedoch, dass man sich als verantwortungsvoller Hundehalter über die geltenden Regeln und Vorschriften zur Hundehaltung informieren muss. Wie heißt es so schön: „Nicht-Wissen schützt vor Strafe nicht!“ So ist z. B. das Mitführen eines Hundes bei der Deutschen Bahn nur mit Maulkorb gestattet. Sie fahren regelmäßig Zug und wussten nichts davon? Glück gehabt. Ohne Maulkorb kann es durchaus passieren, dass Sie vom Schaffner aufgefordert werden, am nächsten Halt mit Ihrem Hund den Zug zu verlassen. Aber nicht nur bei der Deutschen Bahn ist das Befördern des Hundes nur mit Maulkorb zulässig. Viele Gondelbetreiber schreiben ebenfalls das Tragen eines Maulkorbs vor. Bei Reisen im Ausland ist häufig das Mitführen eines Maulkorbs Pflicht, sodass dieser auf Aufforderung dann auch umgehend dem Hund aufgesetzt werden kann. Wer also mit seinem Hund flexibel unterwegs sein möchte, gegebenenfalls auch einmal über Städtereisen nachdenkt, kommt nicht darum herum, sich mit dem Thema Maulkorb auseinander zu setzen.

Spätestens an dieser Stelle wird klar, dass Hunde nicht nur dann einen Maulkorb tragen müssen, wenn sie einer gelisteten Rasse angehören oder von ihnen akute Beißgefahr ausgeht, sondern dass eigentlich jeder Hund an das Tragen eines Maulkorbs gewöhnt sein sollte. Und genau deshalb sollte ein Umdenken stattfinden! Wir trainieren mit unseren Hunden Grundsignale wie z.B. „Sitz“, „Platz“, „Bleib“ oder „Hier“, bringen den Hunden Tricks bei, wie Pfote geben, Küsschen, Rolle und vieles mehr bei. Ebenso ist es völlig normal, einen Hund an das Tragen von Halsband und/oder Geschirr zu gewöhnen. Wir zeigen dem Hund die Stadt, gehen in den Tierpark und gewöhnen ihn an Menschenansammlungen. Das alles ist für die meisten Menschen selbstverständlich, denn nur so ist ein Zusammenleben mit Hund in der heutigen Zivilisation überhaupt möglich.

Aber: Einen Maulkorb lernen die meisten Hunde nicht kennen!

Dabei kann es leicht zu einer Ausnahmesituation kommen, in welcher jeder Hund, auch der „wirklich  Brave“, einen Maulkorb benötigt: Das Auto ist kaputt und eine Zugfahrt steht an, ein Unfall führt zu einem Tierarztbesuch, bei welchem der Hund unter starken Schmerzen leidet und im schlimmsten Fall wird er sogar ohne seine Menschen behandelt, da diese vielleicht selbst verletzt wurden. Diese Aufzählung lässt sich beliebig erweitern. Kennt ein Hund in einer solchen Situation, die ihn sowieso vielleicht überfordert und erst einmal verarbeitet werden muss, keinen Maulkorb, wird der Stress nicht unbedingt weniger. Der Maulkorb ist für den Hund ein Fremdkörper, der sicherlich nicht zu einer Entspannung der Gesamtsituation beitragen wird. Leider kann man dem Hund nun nicht erklären, dass er den Maulkorb nur kurz tragen muss, dass ihm nichts passiert und dass er ganz entspannt sein kann. Ist ein Hund  jedoch an das Tragen eines Maulkorbs gewöhnt, bedeutet dieser keinen weiteren Stress. Kennt der Hund also den Maulkorb und hat in kleinen Schritten gelernt, diesen zu tragen, so wird er sich damit ganz normal verhalten – ganz so, als hätte er keinen Maulkorb an. Daher sollte die Gewöhnung an einen Maulkorb zum Standardtraining eines Hundes gehören, da so im Notfall zumindest das Tragen des Maulkorbs dem Hund keinen weiteren Stress bereitet!

Doch bevor man nun beginnt, den Hund an einen Maulkorb zu gewöhnen, muss man zunächst einmal einen passenden Maulkorb finden. Das Angebot ist mittlerweile sehr vielfältig. Es gibt Maulkörbe aus Kunststoff, Metall, Leder oder Biothane. Maulkörbe aus Kunststoff oder Metall bieten den Vorteil, dass der Hund damit überhaupt nicht in der Lage ist zu beißen. Allerdings sind diese Maulkörbe aufgrund der Steifheit für den Hund oft nicht so angenehm zu tragen. Zudem können andere Hunde bei einer Auseinandersetzung durchaus verletzt werden, wenn der Hund den Maulkorb gegen den anderen Hund drückt. Maulkörbe aus Leder oder Biothane bieten dagegen mehr Tragekomfort, allerdings kann der Hund oftmals durchaus noch mit den Vorderzähnen schnappen. Maulkörbe aus Nylon, wie sie häufig beim Tierarzt zum Einsatz kommen, eignen sich wirklich nur für den kurzfristigen Einsatz, da der Hund mit diesen nicht hecheln kann und somit kein Klimaaustausch bei Hitze oder Aufregung stattfinden kann.

Für welche Ausführung man sich auch entscheidet, wichtig ist, dass der Maulkorb dem Hund wirklich passt. Ein zu großer Maulkorb rutscht dem Hund in die Augen und behindert ihn beim Sehen. Ein zu kleiner, zu eng anliegender Maulkorb dagegen verhindert, dass der Hund ausreichend hecheln kann. Nicht passende Maulkörbe verursachen zudem scheuernde Stellen, wodurch das Tragen des Maulkorbs für den Hund mit Schmerzen verbunden ist und als unangenehm abgespeichert wird. Aber auch die Sicherheit wird unter Umständen beeinträchtigt, wenn der Maulkorb nicht passt. Ein zu großer Maulkorb kann z.B. vom Hund abgestreift werden.

Um den Hund an das Tragen des Maulkorbs zu gewöhnen, sollten die Öffnungen des Maulkorbs so beschaffen sein, dass die Aufnahme von Futter hierdurch möglich ist. Natürlich darf die eigentliche Funktion des Maulkorbs nicht darunter leiden. Wollen Sie Ihren Hund nun an einen Maulkorb gewöhnen, so zeigen Sie Ihrem Hund diesen zunächst. Er darf sich gerne damit befassen und daran schnuppern. Im nächsten Schritt füttern Sie nun Ihren Hund durch den Maulkorb. Hierzu führen Sie zunächst das Futter durch die vordere Öffnung des Maulkorbs und fordern Ihren Hund auf, sich dieses zu holen. Dabei sollte Ihr Hund seine Nase eigenständig in den Maulkorb stecken. Wichtig ist hierbei, dass Sie jede Übung des Hundes auch wieder auflösen, z. B. mit dem Signal „Ende“ oder „Herausnehmen“. Ihr Hund soll also von Anfang an lernen, dass er seine Schnauze erst dann aus dem Maulkorb herausnehmen darf, wenn er die Freigabe dazu erhält, denn später einmal dauert es ja eine Zeitlang, bis alle Riemen des Maulkorbs wieder gelöst sind.  Hat der Hund Vertrauen in die Übung gefasst, verlängern Sie die Zeit, indem Sie mehrere Futterstücke hintereinander füttern. Alternativ können Sie auch eine Futtertube durch die Öffnung des Maulkorbs stecken, so dass Ihr Hund Schritt für Schritt immer länger an der Futtertube lecken darf. Wenn Sie Ihren Hund einige Zeit durch die Öffnung des Maulkorbs füttern können, führen Sie nach und nach kleine Pausen zwischen den einzelnen Futterbrocken ein. Ihr Hund muss also immer kurz, ohne Futter zu kauen, mit der Nase im Korb verharren, bis er einen neuen Futterbrocken bekommt. Wichtig ist, dass Sie die Zeitabstände zwischen den einzelnen Futtergaben zunächst so kurz wählen, dass Ihr Hund gar nicht erst darüber nachdenkt, eigenständig die Nase wieder aus dem Maulkorb zu ziehen. Zunächst beginnen Sie mit kleinen Futterpausen und verlängern diese nach und nach, bis Ihr Hund bereits eine ganze Weile entspannt mit dem Maul im Korb verharrt, bis er das Futter bekommt.

Haben Sie diesen Schritt geschafft, können Sie zunächst den Verschluss des Maulkorbs einmal hinter den Ohren des Hundes zuhalten. Möglicherweise fühlt sich das zunächst komisch für Ihren Hund an – mit einer langsamen Gewöhnung und in Futtererwartung, sollte aber auch dieser Schritt kein Thema sein. Hat sich Ihr Hund daran gewöhnt, dass die Laschen des Maulkorbs hinter seinen Ohren verlaufen und auch dort festgehalten werden, können Sie die Schnalle schließen. Der Maulkorb sitzt und die Schnalle ist verschlossen? Dann geht es auf zum nächsten Schritt: Lassen Sie Ihren Hund kleine Aufgaben ausführen, wie z. B. Sitzen, Pfote geben oder ein paar Schritte „Fuß“ laufen. Es ist wichtig, dass Ihr Hund nun nicht sich selbst überlassen wird, sondern etwas zu tun hat, damit er sich nicht vorrangig um den Maulkorb kümmert. Er soll lernen, dass auch und gerade mit Maulkorb spannende Aufgaben gemeinsam mit Ihnen auf ihn warten. Nun steigern Sie auch hierbei die Tragezeit in kleinen Schritten.

Haben Sie es geschafft, dass Ihr Hund bei der gemeinsamen Beschäftigung mit Ihnen den Maulkorb bereits einige Zeit lang trägt, gehen Sie nun dazu über, das Tragen des Maulkorbs auch in den Alltag zu integrieren. Üben Sie das Tragen des Maulkorbs auf dem Spaziergang, aber durchaus auch Zuhause, beispielsweise dann, wenn Sie mit Ihrem Hund kuscheln wollen. Das ideale Ergebnis ist dann erreicht, wenn Ihr Hund sowohl Zuhause als auch unterwegs den Maulkorb als ganz verständlich ansieht und diesen trägt, ohne ihn abstreifen zu wollen. Mit regelmäßigem  Training ist eine gute Maulkorbgewöhnung in einer Zeit von zwei bis vier Wochen realistisch und umsetzbar.

Sie finden das immer noch komisch? Zu Recht! Wer, wie ich, keine Brille trägt, für den ist sogar das Tragen einer Sonnenbrille von Zeit zu Zeit seltsam und störend – Brillenträger hingegen werden die meiste Zeit kaum spüren, dass sie eine Brille tragen – sie haben sich daran gewöhnt – und sind deshalb sicherlich nicht eingeschränkter, als Nichtbrillenträger.

Oft hört man dann auch diesen Einwand: „Ich soll mir extra einen Maulkorb anschaffen und den Hund an diesen gewöhnen, auch wenn ich ihn dann vielleicht nur einmal im Jahr oder eventuell sogar nur im Gepäck benötige? Das ist mir zu teuer und zu viel Aufwand!“ Wenn man sich überlegt, was man alles für den Hund anschafft und wie teuer ein Maulkorb ist, sollte die Anschaffung für jeden Hundehalter machbar sein. Je nach Ausführung des Maulkorbs genügt es z.B., auf ein neues Halsband oder/und eine neue Leine für den Hund zu verzichten. Sicherlich bedeutet das Maulkorbtraining Aufwand, aber welcher Hundehalter ist denn nicht immer wieder auf der Suche, nach neuen Trainingsideen bei schlechtem Wetter fürs Wohnzimmer? Ihrem Hund ist dabei egal, welche Tricks und Übungen er erlernt, Hauptsache, er hat Spaß dabei! Jetzt heißt es nur noch loslegen und ein spannendes Maulkorbtraining beginnen!

Die DOGS Hundeschulen unterstützen Sie gerne beim Maulkorbtraining. Über die Standortsuche finden Sie die DOGS Hundeschule in Ihrer Nähe!