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DOGS Tipp Februar 2017

Du möchtest die Bindung zu Deinem Hund stärken und ihn dazu bringen, dass er sich mehr an Dir orientiert? Hier erfährst Du wie!

Bei der Beschäftigung von Hunden geht es nicht nur darum, die "aktive" Zeit irgendwie zu füllen. Durch eine sinnvolle Beschäftigung vertreibst Du nicht nur die Langeweile Deines Hundes, Beschäftigung erfüllt auch viele weitere Aufgaben. So kannst Du durch gezielte körperliche Beschäftigungsformen die Motorik Deines Hundes schulen. Dein Hund kann lernen, kreativ zu sein und durch erfolgreich absolvierte Aufgaben über sich hinaus zu wachsen und damit selbstbewusster durchs Leben zu gehen. Besonders die gemeinsame Beschäftigung fördert die Beziehung zu Deinem Hund, hilft bei der Erziehung und macht darüber hinaus einfach auch Spaß!

Wenn Du Deinen Hund beschäftigst, mit ihm trainierst, gemeinsam mit ihm Aufgaben löst, stärkst Du damit die gemeinsame Bindung und förderst die Orientierung Deines Hundes an Dir. Wenn Ihr beide einer Beschäftigung nachgeht, die Euch beiden Spaß macht, werden sogenannte "Glückshormone" freigesetzt. Wenn Dein Hund beispielsweise gerne mit seiner Nase Gerüche erschnüffelt, kann schon alleine das Verfolgen einer Spur ihn glücklich und zufrieden machen. Hast Du Deinen Hund auf diese Spur hingewiesen, die Du selbst - oder auch ein Bekannter - kurz zuvor als Fährte gelegt hast und begleitest Deinen Hund nun  bei der Ausarbeitung dieser Geruchsspur, hilfst ihm bei Problemen, lässt Dich von ihm bis zum Ende der Spur führen, dann verbindet Dein Hund seine Glücksgefühle auch mit Dir. Erwartet Deinen Hund am Ende der Spur noch eine Belohnung in Form eines Leckerbissens, aber vor allem durch Dein freudiges Lob und Streicheln, werden erneut Hormone freigesetzt. Diesmal das Hormon Oxytocin, das sogenannte Kuschel- oder Bindungshormon, das bei jedem körperlichen Spiel, Streicheln oder freundlichem Blickkontakt mit Deinem Hund ausgeschüttet wird. Es fördert die Bindung, intensiviert das Sozialverhalten, wirkt als Gegenspieler der Stresshormone und vermindert Ängste.

Achte aber bei der Gestaltung Deiner Aktivitäten immer auch darauf, dass genügend Freiraum für Deinen Hund bleibt. Er muss auch hin und wieder einmal einfach  nur Hund sein dürfen. Zeiten für Training und gemeinsame Beschäftigung sind wichtig, aber Dein Hund muss regelmäßig die Möglichkeit haben, im begrenzten Rahmen seinen eigenen Interessen nachzugehen. Einfach einmal beim Spaziergang ein Stück weit eine Spur verfolgen, erschnüffeln, wer sich gerade kurz zuvor hier aufgehalten hat, sich auf einem Regenwurm wälzen oder sich genüßlich mitten in eine Pfütze werfen - je nach Hund und Veranlagung gibt es hier die unterschiedlichsten Bedürfnisse. Beobachte Deinen Hund genau und Du wirst schnell seine Vorlieben feststellen. Gib ihm die Zeit für sich, denn er wird danach umso interessierter sein, wieder etwas mit Dir gemeinsam machen.