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Grannen eine Gefahr im Sommer!

Der Sommer kommt und mit ihm die Grannen!

Unserem Hund Coroner ist es heute vor zwei Jahren passiert. Er hatte sich eine Granne in der Nase eingefangen und diese musste dann beim Tierarzt unter Narkose über Endoskopie rausgeholt worden.

Gerne erhalten Sie heute ein paar Infos warum Grannen so gefährlich für unsere Hunde sind und wie Sie es vielleicht vermeiden können, dass ihr Hund sich eine Granne einfängt. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!


Grannen! Gefährlich im Sommer!

Coroner kurz nach der OP

...langsam wird er wieder wach!

Warum sind Grannen so gefährlich

Leider ist jetzt gerade die Zeit, wo Grannen unseren Hunden gefährlich werden können. Beim Vorbeistreifen bleiben die Grannen im Fell des Hundes hängen und die Widerhaken an den Grannen verhindern ein Abschütteln. Es kommt leider auch relativ oft vor, dass die Grannen sich zwischen den Zehen verfangen und sich beim Laufen dann immer tiefer in die Haut bohren. Das ist natürlich für die Hunde besonders schmerzhaft, weil die Granne bei jeder Bewegung Schmerzen bereitet. Wenn ihr Hund also anfängt zu lahmen oder zu humpeln, schauen Sie sich die Pfoten genau an. Denn eine Granne ist ein Fremdkörper und wenn Fremdkörper eindringen, entzündet sich die Stelle oft schnell und es könnte zu einem Abszess (Einer Eiteransammung) kommen.

Wenn die Grannen erst einmal eingedrungen sind, kann es dazu kommen, dass die Granne im Körper wandert. Oft sind Hunde mit längerem Fell betroffen, weil man die Granne dann gar nicht richtig sieht. Man muss also an den Zehenzwischenräumen und den Körperöffnungen wie Ohren, Nase und Auge aufpassen.

Symptome

Die ersten Symptome bei dem Eindringen einer Granne, dass der Hunde das Ding loswerden möchte, weil es sofort Schmerzen verursacht. Zum Beispiel zwischen den Pfoten fängt der Hund an sich zu Lecken oder er fängt an zu Humpeln. Die Augen werden ständig zu gekniffen und falls eine Granne im Ohr ist, wird der Hund versuchen diese dort durch Schütteln und Schiefhaltung des Kopfes sowie Kratzen am Ohr versuchen loszuwerden.

Coroner fing auffallend an, permanent zu Niesen, denn die Granne hatte sich bei ihm in die Naseöffnung eingenistet. Deshalb ist es besonders wichtig die folgenden Maßnahmen prophylaktisch bei und nach jedem Spaziergang in den Sommermonaten anzuwenden. 

Vorbeugung

Die einfachste Vorbeugung ist, dass Sie Ihren Hund einfach nicht in Felder rein laufen lassen. Wenn Sie auf Wegen gehen, wo Grannen sind, achten Sie darauf, dass dass ihr Hund nicht am Wegrand in das Gebüsch rein springt oder am Boden zu lange dort schnüffelt, wo die Grannen rumliegen. Das hat nämlich unser Coroner gemacht, er sprang auf einmal am Wegrand ins Gebüsch, welches voller Grannen war und fing darauf hin gleich an permanent zu niesen und er hörte auch zu Hause dann nicht auf. Wir sind dann gleich zum Tierarzt gefahren.

Suchen Sie sich Wege oder Wälder, wo es kaum Grannen gibt und vermeiden Sie ausgedörrte Felder oder im Hochsommer abgemähte Felder.

Achten Sie beim Spaziergang auf ihren Hund. Sollte ihr Hund Hund während des Spaziergangs plötzlich beginnen zu Humpeln oder auch zu Lahmen, dann kontrollieren Sie die Pfoten und die Zehenzwischenräume. Oder wenn er anfängt zu niesen oder auch den Kopf zu schütteln, schauen Sie ihm in die Nase oder auch ins Ohr, wenn die Grannen noch nicht so weit reingewandert sind, können Sie diese vielleicht einfach selbst entfernen. Ich würde hier schon eher zum Tierarzt fahren, da Nase und Gehörgang sehr empfindlich sind. Wenn Sie nichts sehen, beobachten Sie ihren Hund und sollte sich das Niesen einstellen, hat er wahrscheinlich die Granne durch sein Niesen selbst entfernt.

Kontrollieren Sie ihren Hund nach jedem Spaziergang gründlich.  Vor allen Dingen die Körperöffnungen wie Ohren, Augen und Maul sowie die Zehenzwischenräume. Hier achten Sie aber bitte darauf, dass Sie ihren Hund kontrollieren können und er dies zulässt.

MEIN TIPP: Trainieren Sie solche Kontrollen an den Ohren, Augen, Maul und auch an den Pfoten von Anfang an, denn sollten Sie mal aus Krankheitsgründen ihrem Hund Ohren- oder auch Augentropfen verabreichen müssen, können Sie dies viel leichter, wenn Sie dies mit ihrem Hund bereits trainiert haben.

Erste Hilfe bei einer Grannenverletzung

Finden Sie tatsächlich eine Granne bei ihrem Hund, entfernen Sie diese am besten mit einer Pinzette, damit auch keine Rückstände in der Wunde bleiben und desinfizieren sie die Wunde anschließend. Im Gehörgang würde ich immer direkt zum Tierarzt fahren, damit hier nichts verletzt wird. Genauso, wenn ihr Hund nicht aufhört zu niesen und sich permanent auch mit der Nase am Boden reibt, das ist ein Zeichen, dass er einen Fremdkörper in der Nase hat und dann würde ich so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen!

Ich wünsche Ihnen einen tollen Sommer OHNE Grannen und passen Sie auf sich und ihre Hunde auf

Ihre Bettina Bumb