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Alltag mit Hund

 

Wissen wir wie der aussieht? Und wie soll er denn ablaufen, unser Alltag?

 

 

Immer wieder erzähle ich vom Alltag mit unseren Hunden. Wie unser Zusammenleben aussehen soll.

Doch warum? Warum ist dies so enorm wichtig?

Habe ich denn tatsächlich ein “Problem“ im Alltag mit meinem Hund? Es funktioniert zuhause ja alles, nur beim Spaziergang, da könnte mein Hund besser hören…

 

Schauen wir uns doch einmal an, wie unsere Hunde untereinander zusammen leben. Gibt es denn hier eine „Struktur“? Oder eine „Hierarchie“?

Ja, und diese ist enorm wichtig, denn nur so wissen alle Mitglieder eines Rudels genau, welche Aufgaben sie innerhalb ihrer „Familie“ haben. Sehr gerne ziehe ich den Vergleich Eltern und Kinder. Wer übernimmt hier welche Aufgaben? Sind es die Kinder, die Entscheidungen treffen? Die Verantwortung übernehmen? Oder doch die Eltern ?

Niemals würde uns einfallen, wenn es Abends klingelt, unsere 5 jährigen Kinder an die Haustüre zu schicken. Wir übernehmen Verantwortung, geben Sicherheit.

Und genau diese Sicherheit brauchen auch unsere Hunde von uns. Denn auch Hunde leben zusammen in einer Familienstruktur. Die ranghohen Hunde übernehmen Verantwortung, geben Sicherheit und treffen Entscheidungen. Die ranghohen Hunde sind eher ignorant, reagieren nicht ständig auf die Forderungen der anderen. Hingegen rangniedrige Hunde häufig den Kontakt suchen, sich an den ranghohen Hunden orientieren.

Mit diesem Wissen sollten wir uns nun Gedanken machen, wer wir denn für unsere Hunde sind. Sind wir die „ranghohen“, die Entscheidungen treffen? Verantwortung übernehmen? Ignorant sein können?

Oder sind wir die „rangniedrigen“? Die den Hund entscheiden lassen? Die Verantwortung abgeben? Wenig bis gar nicht ignorant sind?

 

Welche Entscheidungen trifft unser Hund?

-          Der Hund entscheidet wo er liegt, zum Beispiel im Flur oder mitten im Raum? Oder vor der Haustüre?

-          Futter steht den ganzen Tag zur freien Verfügung, der Hund entscheidet wann er frisst?

-          Der Hund entscheidet ob er gerade bereit ist auf euren Rückruf zu hören? Oder etwas anderes viel wichtiger ist?

-          Wann, wie oft und wo markiert wird?

-          Ob der Besuch gerade erwünscht ist, oder besser das Weite sucht?

 

Wie übernimmt unser Hund Verantwortung?

-          Der Besuch wird zuerst von eurerem Hund begrüßt, nicht von Euch?

-          Der Hund geht als erster zur Haustüre raus, und checkt die Umgebung?

-          An der Leine springt er andere Menschen an? Oder bellt sobald er andere Hunde sieht?

-          Am Gartenzaun werden „Eindringlinge“ verbellt?

-          Der Hund verfolgt uns auf Schritt und Tritt, „kümmert“ sich um uns

 

Zeigen wir Ignoranz gegenüber unseren Hunden?

-          Begrüßen wir zuerst unseren Partner, oder unseren Hund?

-          Der Hund schafft es durch kopfauflegen, stupsen, „schön schauen“, Streicheleinheiten einzufordern?

-          Durch hypnotisierende Blicke schafft es unser Hund, doch den Rest unseres Käsebrötchens an   ihn zu opfern?

 

Kommt Ihnen einiges vielleicht bekannt vor?

Bevor wir im Training die eigentlichen Themen angehen, wie zum Beispiel das Ziehen an der Leine, das ignorieren des Rückrufes, das Anspringen von Besuchern, ist es unabdingbar an den wichtigsten Stellschrauben im Alltag meines Hundes zu drehen. Hat man hier eine gute Basis, und ist für unseren Hund die Familienstruktur in der wir zusammen leben klar, steht einem erfolgreichen Training nichts mehr im Wege!

Wir alle wollen nur das Beste für unsere Hunde, und sicher ist, keinem unserer Hunde geht es schlecht damit, wenn klar ist, dass er bei uns in Sicherheit lebt, dass wir verlässlich sind und die Verantwortung für ihn übernehmen!

 

Mehr zum Thema gibt es an meinem Vortragsabend:

Alltag mit Hund

 

Eure Simone