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Henriikka Riedl

Hallo,

gerne würde ich schreiben: „Ich habe schon immer einen Hund gehabt“ – aber so ist es nicht.

Mein erstes Haustier bekam ich zu meinem 6. Geburtstag – einen Wellensittich namens Augustin. Ihm folgten Augustin 2 und Augustin 3. Bei meiner Schwester wurden aus dem Wellensittich irgendwann zwei Meerschweinchen.

An meinem 18. Geburtstag erfüllte sich mein größter Wunsch: ich bekam die Erlaubnis, mir einen Hund zu kaufen. Das war 1994. Ein Dalmatiner sollte es werden. Oder ein Golden Retriever. Ein Welpe natürlich! Geworden ist es Champ – ein ca. 2-jähriger Cocker Spaniel-Spitz-Mischling aus privater Hand mit einem Rucksack voller Probleme. Damals war Martin Rütter noch nicht populär, sein Zentrum für Menschen mit Hund in Erftstadt noch nicht gegründet. Hundeschulen gab es bei uns keine und in den Schäferhundverein kam man nur mit Schäferhund. Wir mussten unsere Probleme also allein meistern. Und irgendwie wurde aus Champ tatsächlich ein zuverlässiger Begleiter.

Meinen Umzug von Heidelberg nach Greifswald konnte er dann nicht mitmachen, zu groß war der Stress für ihn, so dass ich ihn schweren Herzens bei meiner Schwester ließ.

Es folgte eine lange hundefreie Zeit. Meine vier Kinder wurden geboren, der Job als Physiotherapeutin gegen ein Studium getauscht. Es folgte eine Zeit als literarische Übersetzerin, bis ich schließlich 2013 als Integrationshelferin und später Erzieherin in der Kita strandete.

Schon 2013 hegte ich dabei den Wunsch nach einem Studium bei DOGS. Aber die Zeit war noch nicht reif. Die Kinder waren zu klein, der Schritt in die Selbstständigkeit zu groß und den erforderlichen Hund hatte ich auch nicht.

Mit dem eigenen Haus zog 2017 endlich wieder ein Hund bei uns ein: Artis, Border Collie, 8 Wochen alt. Mit ihm hatte ich Großes vor: in die Rettungshundestaffel sollte er, Agilityturniere wollte ich mit ihm bestreiten. Schnell wurde klar, dass Artis das anders sah. Er mochte keine fremden Menschen, andere Hunde, die sich bewegten, wurden am liebsten attackiert, die Impulskontrolle war ein Graus. So landete ich 2018 bei Christine. Eigentlich nur zum Alltagstraining, aber schnell nahmen wir auch die Baustellen in Angriff. Im Sommer zog dann sehr spontan Fjella bei uns ein, die Nichte von Artis – das Abenteuer Mehrhundehaltung begann.

Dadurch verbrachte ich viel Zeit bei Christine, nahm an allen Seminaren bei ihr teil, die angeboten wurden. 2019 fragte sie mich, ob ich nicht die Ausbildung zur Trainerin machen wolle. Für mich ging damit ein Traum in Erfüllung. Ich konnte das Studium bei DOGS antreten, werde diesen wunderschönen Beruf ausüben können, ohne dass ich mich selbstständig machen muss – was für mich aufgrund meiner Großfamilie auch in Zukunft nicht in Frage gekommen wäre.

Im März 2020 startete mein Studium. Trotz der widrigen Umstände durch Corona habe ich extrem viel gelernt – über Hunde, über ihre Halter und über mich.

Im Juni 2021 werde ich der Kita den Rücken kehren und im Bereich Stralsund ganz für euch und eure Hunde da sein. Und was soll ich sagen: Ich freue mich unendlich darauf!

Wir sehen uns auf der Wiese!

 

Eure Henriikka Riedl