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Hier befassen wir uns mit Kräutern und Pflanzen, die für Hunde gesund sind.
Von "Selbstdiagnosen" sollte jedoch Abstand gehalten werden.
Bei Krankheiten sollte immer der Tierarzt oder der Tierheilpraktiker befragt werden!
Unterstützend können die hier vorgestellten Pflanzen verabreicht werden.

Ackerschachtelhalm

Text: Swanie Simon 

Wegen seines hohen Anteils an Kieselsäure wird der Ackerschachtelhalm zur Stärkung des Bindegewebes, des Haarkleids und der Krallen eingesetzt. Außerdem enthält er besonders viele Mineralien, insbesondere Kaliumsalze, sowie Flavonoide und Saponine, die seine diuretische Wirkung erklären. Einsatzgebiete sind Entzündungen der Harnwege, insbesondere welche mit Blutungen, bei Harngries, bei Gelenkserkrankungen, beim Kognitiven Dysfunktionssyndrom, bei Ödemen und zur Wundheilung.

Bei der Behandlung der Harnwege sollten Kräuter mit reizmildernder Wirkung, z. B. Eibisch oder Wegerich zusätzlich gegeben werden. Bei Arthritis oder Arthrose sollten zusätzlich Glucosamine gegeben werden.
Benutzt werden die oberirdischen Teile.
Gegenanzeigen: Nicht anwenden bei Herzerkrankungen, erhöhtem Blutdruck oder Ödemen, die auf unzureichende Herz- oder Nierentätigkeit zurückzuführen sind, oder bei Nierensteinen, die Silica enthalten.

Dosierung:
Trockenkraut: 1-2 g/10 kg KM/Tag
Absud: 50 ml/10 kg KM/3 x täglich
Tinktur: 1 ml/10 kg KM/Tag Äußerlich als Kompresse

Quelle: barfers.de

Brennnessel

Text: Swanie Simon

Die Brennnessel enthält über 20 verschiedene Substanzen, unter anderem Histamine. Zudem enthalten Brennnesseln BioFlavonoide, die abschwellend, entzündungshemmend und antihistamin wirken. Brennnessel reduziert die Menge an Histamin, die der Körper bei allergischen Reaktionen ausschüttet. Allergiesymptome werden dadurch gelindert. Eigentlich sind Histamine sehr nützlich und wichtig bei der körpereigenen Abwehr von Fremdstoffen, aber Histamine werden auch vom Körper freigesetzt, wenn man Allergenen ausgesetzt wird. Die Histamine sind dann verantwortlich für die „allergische Reaktion“, die sich in Atemnot, Schwellungen, Ausschlägen usw. äußern kann.

Das Schöne an der Brennnessel: Die Histamine in den Brennnesseln docken an Histaminrezeptoren im Körper an und verhindern so, dass die körpereigenen Histamine das tun. Pflanzliche Histamine wie die in den Brennnesseln sind aber so schwach, dass sie im Körper von Menschen und Tieren keine Symptome einer allergischen Reaktion bewirken. Die Wirkung ist in dem Fall ähnlich eines Anti-Histamins. Des Weiteren unterstützt Brennnessel die Leberfunktion und hilft bei einer vergrößerten Prostata und Osteoarthritis. Brennnesselsamen sind ein gutes Nierentonikum. Brennnessel ist eines der nährstoffreichsten Kräuter überhaupt und kann regelmäßig dem Gemüsebrei beigemischt werden. Die Blätter entweder kurz blanchieren oder gut pürieren, so brennen sie beim Fressen nicht.
Gegenanzeigen: Keine.
In seltenen Fällen reagieren Hunde mit Pflanzenallergien empfindlich auf Brennnesselblätter.

Dosierung:
Kraut oder Samen: 50-600 mg/kg KM/Tag
Tinktur: 1-3 ml/10 kg KM/Tag

Quelle: barfers.de

Curkuma

 

Curkuma (auch Kurkuma oder Gelbwurz) enthält als wirksamen Bestandteil Curcumin und ist eine der bedeutendsten Heilpflanzen. Curkuma wird erfolgreich eingesetzt bei den verschiedensten Erkrankungen, von Alzheimer bis hin zu Krebs. Neueste Forschungsergebnisse belegen die Vorteile von Curkuma, die es zur vorbeugenden Behandlung bei Lungenerkrankungen, Darmerkrankungen und Lebererkrankungen aufzeigt.

Curkuma zeigt eine starke antioxidative Wirkung, und wird daher gerne und vor allen Dingen erfolgreich bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis eingesetzt.  

Weiterhin enthält Curkuma das Vitamin B6. Dieses Vitamin sorgt gemeinsam mit dem Vitamin B12 und der Folsäure dafür, dass der Homocysteinspiegel nicht zu hoch ansteigt. 

Hohe Homocysteinspiegel können zu Schädigungen an den Gefässwänden führen und werden als bedeutende Risikofaktoren bei arteriosklerotischen Ablagerungen und Herzkrankheiten angesehen. 

Curcumin kann ausserdem die Blut-Hirn-Schranke durchdringen. Es gibt zunehmend Beweise dafür, dass Curcumin daher möglicherweise vor neurodegenerativen Erkrankungen schützen kann. 

Alzheimer beispielsweise soll dadurch entstehen, dass sich ein fragmentiertes Protein in den Gehirnzellen ansammelt und oxidativen Stress und Entzündungen hervorruft.

Curkuma soll einerseits die Tumorbildung verhindern können, also krebsvorbeugend wirken. Andererseits weist eine neue Studie darauf hin, dass Curkuma auch bei bereits vorhandenem Krebs, nämlich bei Brustkrebs die Metastasenbildung verhindern kann, so dass sich der Krebs nicht in die Lunge ausbreitet. Curkuma ist überdies eine Heilpflanze, die sich besonders positiv auf die Lebergesundheit auswirkt. Sie schützt die Leber, fördert deren Regeneration und unterstützt den Heilprozess bei Krankheiten.

Curkuma ist als gemahlenes Gewürz fast überall erhältlich. Um sicher zu gehen, dass das Curkuma nicht bestrahlt wurde, sollten Sie Curkuma ausschliesslich in biologischer Qualität verwenden.

Curcumin ist bereits in kleinen Dosen wirksam, wie man sie normalerweise zum Essen gibt. Aber auch in sehr hohen Dosen zeigen sich nach der Curkuma-Einnahme keine Nebenwirkungen
Die Bioverfügbarkeit und damit die Wirkung von Curcumin kann um ein Vielfaches(!!!) verstärkt werden, wenn es gemeinsam mit Piperin (einem Wirkstoff aus schwarzem Pfeffer) eingenommen wird.

Distelöl

Die Wirkstoffe der Distel (Färberdistel) haben nicht nur für den Menschen heilende und gesundheitsfördernde Wirkungen. Krankheiten bei Hunden können mit der außergewöhnlichen Pflanze ebenso behandelt werden. In der Regel wird es dem Hund in Form von Öl verabreicht.

Die ungesättigten Fettsäuren, Farbstoffe und der hohe Anteil an Omega 3 Säuren sind wichtige Stoffe für den Hund. Sie haben zudem eine positive Wirkung auf das Hundefell und schützen und stärken es. Auch bei Hautproblemen, Entzündungen und kleinen Wunden kann man dem Hund Distelöl geben. Das im Öl enthaltene Vitamin E pflegt die Krallen und baut das Immunsystem auf. Die Linolsäure erfüllt wichtige Funktionen im Stoffwechsel des Hundes. Sie ist außerdem notwendig für den Aufbau der Zellmembranen, der Zellatmung und Zellerneuerung und wirkt sich positiv auf das Nervensystem des Hundes aus.

Alle Krankheitsbilder, die beim Menschen mit der Färberdistel behandelt werden, fördern auch bei Hunden den Heilungsprozess. Dazu gehören Durchblutungsstörungen, Prellungen/Stauchungen, Hautausschläge und Alterserscheinungen.

Bei einem erwachsenen Hund reichen ein bis zwei Teelöffel pro 10 kg Körpergewicht Speiseöl der Färberdistel aus. Man mischt das Öl am besten mit ins Futter. Das Distelöl können Hundebesitzer ihrem Hund vorbeugend und ohne Einschränkungen täglich verabreichen.

Eibisch

 

Text: Swanie Simon

Eibisch enthält Schleimstoffe, ätherisches Öl, Saponine, Gerbstoff, Gerbsäure, Cumarine und Zink. Er wird in erster Linie wegen der enthaltenen Schleimstoffe eingesetzt, vor allem bei Erkrankungen der Atemwege, der Harnwege und des Verdauungsapparates, aber auch äußerlich bei Hautproblemen. Zudem wirkt Eibisch antibakteriell und unterstützt das Immunsystem. Bei der Pflanze werden hauptsächlich die Wurzeln benutzt, gelegentlich auch die Blätter. Eibisch muss als Kaltauszug angesetzt werden, da Hitze die Schleimstoffe zerstört.
Keine Nebenwirkung bekannt.

Dosierung: Wurzel: 25-300 mg/kg KM/Tag Kaltauszug: 20-30 ml/10 kg KM/3 x tägl. Tinktur: 0,5 ml/10 kg KM/3 x tägl.

Quelle: barfers.de

Flohsamenschalen

Bei Flohsamen handelt es sich um die Früchte einer alten Heilpflanze, deren dunkelbraun glänzende Samen unweigerlich an die kleinen unbeliebten Quälgeister erinnern. Auch die dazugehörige Pflanze nennt sich indischer Flohsamen, sie wird jedoch auch als indischer Wegerich bezeichnet. Dieser Name erinnert wiederum an ein heimisches Kraut: den Spitzwegerich. Und tatsächlich sind die beiden miteinander verwandt.

Die Europäische Union hat Flohsamenschalen für Tiere als Einzelfuttermittel zugelassen. Denn Flohsamenprodukte erzielen nicht nur bei uns Menschen, sondern auch in der Tierwelt, beispielsweise bei Pferden, Hunden und Katzen vielfältige Wirkerfolge. Bereits im Altertum war das breite Anwendungsspektrum der beliebten Heil- und Lebensmittelpflanze bekannt. 

Tierbesitzer schätzen vor allem die positive Wirkung auf die Verdauung. Dabei reguliert der Flohsamen, dank seines dualen Wirkmechanismus, sowohl die Verstopfung als auch den Durchfall des Tieres. Aufgrund der vielen wasserbindenden Schleimstoffe werden Flohsamenschalen häufig als Darm-Regulans eingesetzt. Zusätzlich steigern Flohsamen und Flohsamenschalen das allgemeine Wohlbefinden, fördern den Stoffwechsel, wirken gewichtsregulierend, können Allergien lindern und sorgen für glänzendes Fell sowie feste Krallen beziehungsweise Hufe.

Die Futterakzeptanz ist im Allgemeinen gut, denn Tiere haben ein natürliches Gespür dafür, was gesund für sie ist. Darüber hinaus sind Flohsamen leicht zu verabreichen und sehr gut verträglich. Die Tierfutterindustrie bietet zudem eine Vielzahl an Flohsamen-Futtermitteln für Pferde, Hunde sowie Katzen an. Die Zubereitung ist entsprechend der Herstellerangaben zu dosieren und laut Anweisung entweder nass oder trocken zu füttern. Während der Verabreichung von Flohsamen und Flohsamenschalen ist es wichtig, dass das Tier ausreichend trinkt, da dem Organismus Flüssigkeit entzogen wird.

Flohsamenschalen sind auch für Hunde, die unter Analdrüsenproblemen leiden bestens geeignet. Durch zu weichen Kot können sich die Analdrüsen häufig nicht mehr ausreichend entleeren. Flohsamen verbessert die Verdauung des Hundes positiv und der Kot wird fester. Die Analdrüsen entleeren sich demzufolge wieder regelmäßig selbstständig. Vielen Hunden bleiben so schmerzhafte Tierarztbehandlungen und Operationen der Analdrüsen erspart.

Daneben wissen auch Besitzer von übergewichtigen Hunden die Wirkung des Flohsamens zu schätzen. Aufgrund der ballaststoffreichen Zusammensetzung führt Flohsamen zu einem schnelleren Sättigungsgefühl. Der Hund nimmt demzufolge weniger Kalorien zu sich.

Dosierung
Als tägliche Futterbeigabe lautet die Empfehlung: 5 g Flohsamen bei Hunden bis zu einem Körpergewicht von 20 kg und 10 g bei Vierbeinern mit einem Körpergewicht ab 21 kg. Auch bei Hunden bietet sich eine kurmäßige Gabe an. Der Zeitraum beläuft sich hierbei auf sechs Wochen.

Große Klette

 

Text: Swanie Simon

Vor allem die große Klette (Wurzel) sollte zur Unterstützung bei Krebs gegeben werden. Die große Klette reinigt das Blut, unterstützt Leber, Niere und das Lymphsystem, so dass Toxine effektiv ausgeschieden werden können. Außerdem stimuliert die große Klette die Interferonbildung. Interferone haben eine starke Anti-Tumor-Wirkung. Klette enthält u. a. Inulin, Fettsäuren, Gerbsäure, Linolsäure und ätherisches Öl. Die Klettenwurzel wirkt blutreinigend, entgiftend, als Antioxidans, antikanzerogen und hilft bei Haut- und Fellproblemen, Abszessen, Tumoren, Lebererkrankungen und bei der Wundheilung. Die Große Klette findet man in vielen Kräutermischungen für Krebserkrankungen und sollte bei jeder Kräutermischung für die Rekonvaleszenz enthalten sein. Außerdem ist die Wurzel sehr nahrhaft und kann frisch als Gemüseanteil verfüttert werden.

Dosierung:
Wurzel, getrocknet: 100-500 mg/kg KM/Tag
Absud: 20-30 ml/10 kg KM/3 x tägl.
Tinktur: 1-2 ml/10 kg KM/Tag

Quelle: barfers.de

Hagebutte

Text: Swanie Simon

Die Hagebutte oder Hundsrose ist eine nahrhafte Heil- und Futterpflanze. Hagebutten enthalten bis zu 5.000 mg Vitamin C/100 g, sowie Flavone, die Vitamine A, B, E und K, Fruchtsäuren und Spurenelemente. Hagebuttenschalen werden bei Arthrose, Arthritis, Rheuma, Entzündungen, nach Magen-Darm-Erkrankungen, zur Stärkung des Immunsystems, bei Harnwegserkrankungen und bei Hautproblemen eingesetzt. Zudem sind sie eine gute Ergänzung des Futters, ob bei der Rohernährung oder der Ernährung mit Fertigfutter.

Dosierung:
Als Ergänzungsfutter 1-2 EL gemahlene Hagebuttenschalen/20 kg KM/Tag

Ingwer

Text: Swanie Simon

Als Nahrungsmittel ist Ingwer besonders wertvoll wegen des hohen Gehaltes an Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium, Natrium, Mangan und Selen sowie den Vitaminen A, B3, B6, C und Beta Carotin. Die medizinische Wirkung von Ingwer ist seit Jahrtausenden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der Indischen Medizin bekannt. Ingwer ist eine der am häufigsten benutzten Heilpfanzen in TCM- und Ayurvedischen Rezepturen.
Seine Heilwirkung verdankt der Ingwer den enthaltenen ätherischen Ölen, insbesondere den Gingerolen und Shogaolen sowie dem Gehalt an proteolytischen Enzymen.

Ingwer sollte nicht eingesetzt werden bei Yin-Mangel oder übermäßiger Hitze und bei Blutungen, die im Zusammenhang mit „heißem“ Blut stehen. Bei Schwangerschaft ist Ingwer ebenfalls kontraindiziert. In der TCM werden kaum Einzelkräuter eingesetzt, so findet Ingwer meist seine Anwendung in verschiedenen Kräutermischungen.
Auch wegen seiner stimulierenden Wirkung wird Ingwer vielen Kräutermischungen zugesetzt, um die Resorption anderer Kräuterwirkstoffe zu beschleunigen und sie schnell in den Blutkreislauf zu bringen. Eine besondere Bedeutung hat Ingwer als Antiphlogistikum in der Behandlung von Arthrose bei Pferden bekommen. Bei Hunden zeigt Ingwer den gleichen Wirkungskreis; man sollte jedoch schauen, dass der Hund oder die Katze sich nicht in einem Hitze-Zustand (im Sinne der TCM) befindet, keine Magengeschwüre oder akute Entzündungen des Magen-Darm-Traktes hat.
Insbesondere ist bei der Behandlung von Arthrose darauf zu achten, dass es sich um eine Arthrose handelt, deren Beschwerden durch Wärme gelindert werden. Nach den Lehren der TCM wäre eine pauschale Dauergabe von Ingwer bei jedem Tier, das z. B. unter Arthrose leidet, nicht zu empfehlen und wäre sogar bei bestimmten Krankheitsbildern kontraindiziert. Eine Dauergabe von Ingwer bei einem an Arthrose erkranktem Tier, dessen Gesamtbild einen Yin-Mangel ergibt, würde den gesamten Organismus mit der Zeit aus dem Gleichgewicht bringen. Das Tier würde eventuell eine oberflächliche Linderung der Arthroseschmerzen erleben, dafür aber wahrscheinlich an anderer Stelle erkranken.

Gegenanzeigen: Vor Operationen sollte kein Ingwer gegeben werden, weil er auch blutverdünnend wirkt. Deshalb sollte Ingwer auch nicht bei schwangeren Tieren eingesetzt werden. Große Gaben von Ingwer können Magen-Darm-Reizungen verursachen.

Bei der Gabe von getrocknetem Ingwer sollte mit einer geringen Dosis begonnen werden (1 g / 10 kg KM), die dann je nach Verträglichkeit um das Doppelte erhöht werden kann. Unter Berücksichtigung der erhitzenden Eigenschaften des Ingwers sollte man es nicht als Dauerpräparat anwenden.
Zur dauerhaften Gabe bei Arthrose sind ausgewogene Kräutermischungen besser geeignet.

Quelle: barfers.de

 

 

Johanniskraut

Kaum eine Heilpflanze gilt als so gut untersucht wie das Johanniskraut. Es enthält ca. 700 verschiedene Inhaltsstoffe - solche komplexen Kombinationen lassen sich synthetisch nicht nachbauen.

Das Johanniskraut enthält u. a. ätherische Öle, Hyperforin, Hypericin und Pseudohypericin, Flavonoide, Rutin und Gerbstoffe. Botenstoffe im Gehirnstoffwechsel werden nachweislich beeinflusst. Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend, und auch die innere "Aufnahme oder Ausnutzung des Sonnenlichts" wird erhöht.
Johanniskraut hilft bei Krämpfen, Neuralgien (Nervenschmerz), Gelenksschmerzen, Verbrennungen und Wunden. Johanniskraut wirkt entzündungshemmend, antiviral und fördert die Gewebeerneuerung.

Die auftretenden Nebenwirkungen sind weitaus geringer als die synthetischer Psychopharmaka. Problematisch sind allerdings hochdosierte Extrakte, die in Wechselwirkung mit anderen Medikamenten treten können. Diese Extrakte sind heute alle apothekenpflichtig.

Johanniskraut unterstützt die Schilddrüse bei Unterfunktion in der Verwertung des vorhandenen Jods, eine gute Hilfe für Tiere, die Seealgen oder Jodpräparate nicht annehmen wollen. Es hat auch eine antibiotische Wirkung gegen Bakterien, Einzeller wie Trichomonaden und Giardien und eine virostatische Wirkung insbesondere bei Herpeserkrankungen.

Angewendet wird Johanniskraut als Zusatz zum Futter oder als Tee, äußerlich als Bäder oder zum Betupfen betroffener Stellen.

Probleme mit der Lichtempfindlichkeit sind bei Rindern und Pferden bekannt geworden, nachdem die Tiere größere Flächen mit Johanniskraut abgeweidet hatten - dabei kam es besonders an unpigmentierten Stellen zu Sonnenbrand. Diese Fälle traten in Amerika auf, wo sich das Johanniskraut, aus Europa eingeschleppt, invasionsartig ausgebreitet hat, weil ihm die Konkurrenz anderer Pflanzen fehlte.
Auf unseren Wiesen und Weiden ist ein solches Angebot an Johanniskraut nicht zu finden, und bei den empfohlenen Gaben von 1-2 g für einen Hund und 15-100 g für ein Pferd sind diese Probleme auch nicht zu erwarten.

Kokosöl

Kaum ein anderer natürlicher Stoff besitzt eine solch positive Wirkung wie das Öl der Kokosnuss. Durch die ideale Zusammensetzung der Inhaltsstoffe bekämpft es schwerwiegende Krankheiten, leistet aber auch kosmetische Hilfe. Dabei entfaltet Kokosöl bei der Verwendung seine Wirkung ganz sanft und ohne jegliche Begleiterscheinungen oder Nebenwirkungen.

Auf die Frage „Wie gesund ist Kokosöl?“ kann es nur eine Antwort geben:
„Kokosöl ist ein Geschenk der Natur!“

Kokosöl besitzt eine große Fülle an gesunden Inhaltsstoffen:

Laurinsäure ist die Hauptfettsäure des Kokosöls. Diese Säure hat z.B. die Eigenschaft, die schützende Lipidmembran von Bakterien und Viren zu durchdringen und somit die Schädlinge von innen heraus zu zerstören. Somit stärkt Laurinsäure das Immunsystem und hilft dem Körper, sich gegen Krankheiten und Schädlinge selbst zu wehren.

Aminosäuren wirken sich Leistungssteigernd auf Körper und Geist aus. Da der Körper sie nicht selbst produzieren kann, müssen sie mit der Nahrung zugeführt werden.

Antioxidantien spielen für die Bekämpfung schwerwiegender Krankheiten wie beispielsweise Krebs eine wichtige Rolle spielt. Durch die Verwendung von Kokosöl erhöht sich die Menge der Antioxidantien, wodurch sich ein wirksamer Schutz gegen Krebs und andere Erkrankungen ergibt.

Ausserdem enthält Kokosöl auch wichtige Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.

Wofür kann ich das Kokosöl nutzen?

Da gibt es eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, wie z.B.:

Bei Flöhen und Zecken
Hier hilft Kokosöl mit seiner antibakteriellen Wirkung und tötet sowohl die Tiere als auch deren Nachwuchs schnell ab. (äusserlich anwenden)

Gegen Würmer
Die enthaltene Laurinsäure lähmt Würmer. Ist der Wurm gelähmt kann er problemlos ausgeschieden werde. Also Entwurmung ohne Chemie!!! (innerlich anwenden)

Krebsvorbeugung
Krebserkrankungen sind bei Mensch und Hund immer noch die Todesursache Nummer eins. Unabhängige Studien haben jedoch gezeigt, dass Kokosöl die Anzahl der antioxidativ wirkenden Enzyme im Körper stark erhöhen kann. Da diese Enzyme hemmend auf das Entstehen und das Wachstum von Krebszellen wirken, ist Kokosöl – sofern regelmäßig eingenommen - ein natürliches Mittel zur Vorbeugung gegen Krebserkrankungen. (innerlich anwenden)

Diabetes
Auch gegen Diabetes ist dieses Öl ein tolles Mittel. Mit seiner besonderen Molekularstruktur aus mittelkettigen Fettsäuren senkt Kokosöl das Diabetes-Risiko nachweisbar, da die Körperzellen für den Abbau der mittelkettigen Moleküle keine Glukose benötigen. Damit wird auch die natürliche Insulinproduktion des Körpers nicht beeinträchtigt. Der regelmäßige Verzehr von Kokosöl beugt daher einem Ausbruch von Diabetes wirksam vor. Auch bei bereits vorhandenen Diabetes-Erkrankungen kann Kokosöl zum Einsatz kommen, die antioxidativen, antibakteriellen und antifungalen Fettsäuren wirken sich sehr positiv auf den weiteren Verlauf der Krankheit aus. Sogar Rückbildungen bereits vorhandener Diabetes-Erkrankungen (Typ 1 & 2) konnten bereits beobachtet werden. (innerlich anwenden)

Demenz
Nicht nur Menschen, auch Hunde haben in den letzten Jahrzehnten an Lebenserwartung hinzugewonnen. Dies birgt jedoch auch mehr Möglichkeiten für Krankheiten wie Alterssenilität. Bei unseren Haushunden ist das eine alzheimerähnliche Erkrankung, das so genannte kognitive Dysfunktionssyndrom. Auch hier konnte Kokosöl seine Wirksamkeit bereits eindrucksvoll unter Beweis stellen und ist nicht nur dazu in der Lage, die Symptome zu bekämpfen und die Krankheiten in ihrem Fortschritt zu hindern, sondern besitzt aufgrund seiner Inhaltsstoffe auch eine echte Heilwirkung. (innerlich anwenden)

Karies
Hierbei greifen Bakterien die Zähne an und zerstören sie langsam. Kokosnussöl hilft mit seiner antimikrobiellen Wirkung, das Entstehen und die Ausbreitung von Karies zu verhindern. (innerlich anwenden bzw. Zähne damit putzen)

Warzen
Kokosöl wirkt gegen die auslösenden Bakterien der Warzen und kann diese somit schnell und schmerzlos verschwinden lassen. (äusserlich anwenden)

Herpes
Herpes ist eine Erkrankung, die durch Viren ausgelöst wird. Die antibakterielle Wirkung sorgt dafür, dass die entzündeten Stellen schnell abschwellen und sich so der Herpes nicht weiter ausbreitet. (äusserlich anwenden)

Weiterhin kann man es einsetzen bei: Milben, Pilzen, Virenerkrankungen, Insektenstichen bzw. -bissen, Hautunreinheiten.... ... und noch sehr viel mehr.

Da Kokosöl leicht verdaulich ist, wird es auch von Hunden mit Problemen der Bauchspeicheldrüse sehr gut vertragen.

Dosierung:
1 Teelöffel/10 kg Körpergewicht/Tag über 2 Wochen als Kur
oder die gleiche Menge mehrmals wöchentlich zur Nahrungsergänzung

Löwenzahn

Vielen ist der Löwenzahn als "Unkraut" oder maximal als Hasenfutter bekannt - aber es ist ein echtes Wunderkraut, das nicht nur bei Krankheit heilt, sondern regelmässig verabreicht auch die Gesundheit bewahrt und schützt.

Besonders ist der positive Einfluss des Löwenzahns auf sämtliche Organe, die an der Verdauung beteiligt sind. So steigert Löwenzahn die Magensaftsekretion, wirkt appetitanregend und ausserdem krampflösend.

Seine Bitterstoffe, vor allem Taraxin und Cholin, wirken positiv auf Leber, Galle, Magen und Bauchspeicheldrüse.

Der Bitterstoff Taraxin gilt als harntreibend. Er reinigt den Körper auf diese Weise von Giftstoffen und unterstützt dabei die Niere. Daher ist Löwenzahn ein beliebtes Mittel bei einer Entschlackungskur. Herkömmliche Diuretika (harntreibende Arzneimittel) sorgen nicht nur für die Ausleitung von Wasser aus dem Körper, sondern schwemmen auch Mineralstoffe hinaus. Löwenzahn hingegen wirkt zwar ebenfalls harntreibend, jedoch versorgt er den Organismus gleichzeitig mit wichtigen Mineralstoffen, insbesondere mit Kalium, so dass die Anwendung von Löwenzahn - im Gegensatz zu synthetischen Diuretika - zu keinem Mineralstoffmangel führen kann.

Cholin ist unter anderem für den Abtransport von Fettmolekülen aus der Leber wichtig. Es kann aber auch die Verwertung von Cholesterin verbessern und somit einen erhöhten Cholesterinspiegel im Blut ausgleichen. Noch dazu wird Cholin in Acetylcholin (ACh) umgewandelt. ACh ist ein wichtiger Transmitter im zentralen Nervensystem. Viele kognitive Prozesse (Lernen, Aufmerksamkeit) sind an Acetylcholin als Botenstoff gebunden. Ein Mangel an ACh kann Demenz (Alsheimer) auslösen.

Der bittere Löwenzahnsaft fördert die Produktion von Galle - dieses hat direkte Vorteile für die Haut, denn Schadstoffe, die nicht mit der Galle ausgeschieden werden, können für unreine Haut und Juckreiz verantwortlich sein. Wird die Gallenproduktion angeregt, können mehr dieser Schadstoffe herausgespült werden. Einige Hunde haben ständig hellen (lehmfarbenen) Kot. Dieses ist oft ein Anzeichen für Gallenprobleme, denn der Gallensaft macht den Kot dunkelbraun. Mit der Garbe von Löwenzahn kann die Gallensaftproduktion angekurbelt werden.

Die Bitterstoffe des Löwenzahns sind außerdem blutbildungsfördernd.

Die antioxidative Eigenschaften können die Entstehung von Krebszellen verhindern.

Löwenzahn wirkt weiterhin entzündungshemmend und schmerzlindernd - was man gut für die Behandlung bei Gelenkproblemen (HD, Arthritis, Arthrose) nutzen kann.

Die Löwenzahnwurzel ist ein wahres Aufbau-Tonikum und sollte bei sämtlichen Schwächezuständen eingesetzt werden, um den Körper wieder in Schwung zu bringen.

Unser Löwenzahn ist sehr reich an Vitamin A, B, C und D. Als Mineralstoffe sind Kalium, Eisen, Kupfer, Calcium, Natrium und Phosphor enthalten.
Mit den Jahreszeiten verändern sich allerdings auch die Mengen der Inhaltsstoffe: Die Blätter enthalten das meiste Vitamin C im Frühjahr, die Wurzel ist vor allem im Herbst reich an Inulin.

Aufgrund all dieser Eigenschaften wird Löwenzahn häufig in Kräutermischungen eingesetzt. Es können aber auch frisch, alle Pflanzenteile genutzt werden. Hierzu am besten den Löwenzahn pürieren.

Dosierung:
Frisch: je 10 kg Körpergewicht etwa 1 Teelöffel (etwa 2 Blätter)

Video zu Löwenzahn

Mariendistel

Text: Swanie Simon

Mariendistelsamen enthalten Silymarin, welches aus verschiedenen Flavonolignanen zusammengesetzt ist. Silymarin steigert die Proteinsynthese und die Regenerationsfähigkeit der Leber und hat eine stark antioxidative Wirkung.

Außerdem verhindert das Silymarin, dass Zellgifte durch die Zellmembrane der Leberzellen gelangen und schützt so die Leber. Mariendistel wird zur Vorbeugung und Behandlung toxischer Leberschäden, bei chronischen Leberentzündungen, zur Behandlung von Leberzirrhose oder Fettleber, unterstützend bei Nieren- und Pankreaserkrankungen, bei Giardienbefall und bei Krebserkrankungen eingesetzt.
Da die Wirkstoffe schwer wasserlöslich sind, sollte Mariendistel als Extrakt oder Tinktur (Glyzerat) verabreicht werden.

Dosierung:
Trockenkraut:
100-200 mg/10 kg KM/Tag
Extrakt:
10-15 mg/kg KM/Tag
Tinktur:
2 ml/10 kg KM/Tag (akut)
1 ml/10 kg KM/Tag (chronisch/Vorbeugung/Kur) (1 ml = 20 Tropfen)

Quelle: barfers.de

Nachtkerze

Bereits die Indianer wussten in frühen Jahren, dass die positive Wirkung von Nachtkerzenöl nicht nur für den Menschen, sondern auch für das Tier hilfreich sein kann. Sowohl für innerliche Linderung als auch äußerliche Behandlung kann das Nachtkerzenöl für Hunde angewandt werden.

Das Nachtkerzenöl dient hierbei als Lieferant für die wertvollen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, insbesondere die entzündungshemmend wirkende Gamma-Linolensäure. Anwendungsgebiete beim Hund sind unter anderem: Fettsäurenmangel, Hautprobleme, Fellverlust, Haarausfall, Allergischer Juckreiz, Verdauungsstörungen, Wundheilungen, Fellbruch, stumpfes Fell mit Schuppenbildung.

Wenn sich Parasiten in die Haut der Tiere eingenistet haben kommt es zu lästigem Juckreiz oder auch Hautentzündungen. Die Tiere beißen sich selbst an den betroffenen Biss- und Stichwunden, wodurch es zu weiteren Verletzungen der Haut kommen kann. Das Nachtkerzenöl wird in diesen Fällen auf die Haut aufgetragen und kann direkt am Ort des Geschehens seine pflegende und entzündungshemmende Wirkung entfalten.

Leidet der Hund an Hautproblemen empfiehlt sich die Gabe von Nachtkerzenöl, um auf den Stoffwechsel der Haut regulieren. Bei Juckreiz, Ekzemen, Schuppen, Pusteln und Dermatitis bringt auf die Haut aufgetragenes Nachtkerzenöl schnelle Linderung. Auch bei der innerlichen Anwendung wirkt das Öl entzündungshemmend bei Hautproblemen des Hundes. Das Öl sollte nicht nur äußerlich angewendet, sondern auch unter das Futter mischt werden.

Dosierung:
1 bis 5 Tropfen/10 kg KM/Tag (innerlich)
nach Bedarf (äusserlich)

Oregano

Der Oregano findet nicht nur in der italienischen Pizzaküche seine Anwendung, sondern ist auch eine nützliche Heilpflanze.

So hilft er zum Beispiel bei Atemwegsproblemen. Er wirkt schleimlösend, Auswurf fördernd, krampflösend, Nerven stärkend, gegen Blähungen, verdauungsfördernd , appetitanregend , entzündungshemmend, desinfizierend und entwässert den Körper. Auch im Kampf gegen Giardien wird der Oregano hilfreich eingesetzt.

Äusserlich kann man ihn gegen Wunden einsetzen, hier sind vor allem seine bakterientötenden Eigenschaften hilfreich. 

Für die äussere Anwednung eignet sich vor allem das ätherische Öl des Oreganos.


Dosierung:
Trockenkraut: 0,5g/10 kg KM/Tag 

Papaya

Bereits Christoph Kolumbus betitelte die Papaya als "Frucht der Engel". Diese tropische Offenbarung mit ihrem süss-saftigen, orangefarbenen bis kirschroten Fruchtfleisch und den kleinen schwarzen, pfeffrigen Kernen ist auch in Europa das ganze Jahr über erhältlich.

Dabei ist die Papaya nicht nur lecker, erfrischend und kalorienarm, sondern zudem von enormem gesundheitlichem Wert.

Das nährstoffgeladene Fruchtfleisch der Papaya enthält Papain, ein proteinspaltendes Enzym, das die Verdauung fördert. Den höchsten Papain-Gehalt weist die noch unreife, grüne Papaya auf, die beispielsweise für asiatische Papayasalate benutzt wird. Dieses Papain setzt im Verdauungstrakt eine chemische Reaktion in Gang, bei der Eiweisse aus der Nahrung in Aminosäuren aufgespalten werden. Zugleich schützt das Enzym innerlich vor Entzündungen, welche anderenfalls die Wiege vieler Erkrankungen sein können (z.B. Arthritis). 

In der Papaya finden wir neben dem verdauungsfördernden Enzym Papain aber auch viele weitere essentielle Nährstoffe mit zum Teil antioxidativer und damit krankheitsverhütender Wirkung. Besonders erwähnenswert sind die hohen Anteile an Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E und Beta-Carotin. Darüber hinaus ist die Papaya eine gute Quelle für Magnesium, Kalium und eine Reihe von B-Vitaminen wie Folsäure und Pantothensäure. Nicht zu verachten sind ausserdem die für einen gesunden Darm unverzichtbaren Ballaststoffe.

Das Papain und die Ballaststoffe der Papaya machen sich nicht nur im Verdauungssystem nützlich, sondern auch in der Behandlung von Magengeschwüren.

Das proteinspaltendes Enzym Papain sagt zudem Darmparasiten den Kampf an, die sich von unverdautem Eiweiss ernähren und das Immunsystem belasten. Auch gegen Viren, Allergene, Hefen und Pilze im Darm macht sich Papain stark. Nach einer Antibiotika-Behandlungen sollte Papaya verfüttert werden, denn sie unterstützt die Wiederherstellung eines gesunden Gleichgewichts der Darmbakterien, was wiederum das Immunsystem kräftigt und Krebszellen den Nährboden entzieht.

Die Papayakerne sind fast noch wertvoller als die Frucht. Sie wirken sehr spezifisch, sorgen für die Regeneration der Leber und bekämpfen nachweislich Darmparasiten – und zwar besser als so manches schulmedizinische Anti-Wurmmittel. 

Als Wurmkur sind getrocknete und gemahlene Papayakerne bei vielen Tieren verträglich und wirksam. Viele Landwirte gerade in den tropischen und subtropischen Ländern entwurmen ihre Hunde, Schafe und Rinder erfolgreich und regelmässig mit Papayakernen.

Papayakerne zeigen hier eine doppelte Wirksamkeit. Einerseits helfen sie, die unerwünschten Parasiten zu vernichten und andererseits stärken sie das Immunsystem und machen den Körper fit für den Kampf gegen seine Angreifer.

Dosieriung:
Fruchtfleich: 30 bis 50g/10 kg KM/Tag
Kerne: 5 bis 10 Stück gemahlen/10kg KM/Tag

Quecke

Viele instinktsichere Hunde finden die Quecke oft selbst, denn es ist eines der wichtigsten Heilkräuter für sie. Es hilft dem gesamten Organismus und wirkt bei Magenschleimhautentzündung, Darmentzündung, Stoffwechselstörungen, Kreislaufstörungen, ist harntreibend, Nieren stärkend, entschlackend, entwässernd.

Durch den hohen Vitamingehalt stärkt es auch die Widerstandskräfte. Bei Hunden, die sehr viel Gras fressen und sich immer wieder erbrechen, kann Quecke sehr gut helfen, da es den Körper entgiftet und Säure reguliert.

Die Quecke kann entweder als Presssaft oder als Tee angewendet werden. Für den Saft die Queckenwurzel auspressen und morgen und abends jeweils ½ - 1 Esslöffel unter das Futter oder Wasser mischen. Für den Tee einen Teelöffel getrocknete Queckenwurzel in ¼ l kaltem Wasser zum Kochen bringen und abseihen. Mehrmals täglich löffelweise geben.

Rehmannia

Text: Swanie Simon

Rehmannia ist eine in der Traditionellen Chinesischen Medizin häufig eingesetzte Pflanze mit entzündungshemmenden, antibakteriellen, harntreibenden, antioxidativen und tonisierenden Wirkungen.

Rehmannia ist wirksam bei akuten und chronischen Nierenerkrankungen, bei Diabetes und bei entzündlichen Hauterkrankungen.

Gegenanzeigen: Nicht bei akutem Durchfall einsetzen.

Dosierung:
Trockenkraut: 50-400 mg/kg KM/Tag
Absud: 20-30 ml/10 kg KM/3 x tägl.
Tinktur: 1-2 ml/10 kg KM/Tag

Quelle: barfers.de

Spitzwegerich

Der Spitzwegerich ist eine wertvolle Arzneipflanze, die antibakteriell, antibiotisch, blutreinigend, blutstillend, wundheilend, entzündungshemmend, harntreibend und schleimlösend wirkt. Er enthält unter anderem Schleim- und Gerbstoffe, Vitamin C, A, K, Eisen, Calcium, Kieselsäure, Phosphorsäure sowie Chlorophyll.

Äußerlich angewendet ist der Spritzwegerich bei der Erstversorgung für alle Wunden und Hautschäden (Insektenstiche, Schnittwunden, Schürfwunden) ein sehr hilfreiches Kraut. Hierbei wird er einfach zerdrückt oder zerkaut und auf die betroffene Hautstelle gelegt.
Bei Insektenstichen im Bereich von Maul oder Rachen sollte hingegen schnell ein Tierarzt aufgesucht werden, da es zu Erstickungsgefahr kommen kann.

Innerlich angewendet wirkt der Spitzwegerich antibakteriell, entgiftend, ist wirksam gegen Darmpilze, schützt und stärkt die Bronchien. Spitzwegerichblätter können die Atemwege des Hundes befreien, das Abhusten erleichtern und die natürlichen Abwehrkräfte stärken. 

Spitzwegerich-Sirup selbermachen:
100g frische Spitzwegerichblätter in 500ml Wasser kurz aufkochen, abkühlen und mit 150ml Honig vermischen. Anschliessend luftdicht abfüllen.
Dieser Sirup ist hilfreich bei Husten. Bei Bedarf dem Hund 2x täglich 1 Teelöffel (20kg Hund) dieses Sirups geben.

Teufelskralle

Die Teufelskralle ist in Afrika heimisch und hat Früchte, die wie Krallen aussehen, was ihr auch den Namen eingebracht hat. Verwendet werden jedoch nicht die Früchte, sondern die Speicherwurzeln.

Die Teufelskralle weist unterschiedliche Wirkungen auf. Besonders ausgeprägt sind dabei ihre entzündungshemmenden, abschwellenden und leicht schmerzstillenden Fähigkeiten. Diese Eigenschaften machen sie ideal für die Anwendung bei zahlreichen Erkrankungen. Dabei kommt sie besonders häufig bei Arthrose und anderen Gelenkschmerzen zum Einsatz. Ihre Eigenschaften lassen sich jedoch nicht nur auf die Behandlung von schmerzenden Knochen reduzieren.

Teufelskralle wird bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden, die mit Symptomen wie Blähungen, Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen einhergehen, erfolgreich eingesetzt.

Die heilsame Wirkung resultiert dabei aus unterschiedlichen Inhaltsstoffen: diverse Bitterstoffe vom Iridoidtyp wie Harpagosid und Procumbid. Daneben sind Phenylethanolderivate wie Verbascosid und Isoacteosid, Zimtsäure und Flavonoide enthalten. Die Sekundärwurzel der Teufelskralle zählt zu den bittersten pflanzlichen Arzneimitteln. Insbesondere diese Bitterstoffe verleihen der Heilpflanze ihre ausgeprägte Wirkung.

Die Teufelskralle ist in vielen Kräutermischungen enthalten, die bei allgemeine Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt werden.
z.B. DHN Gelenk Phyt


Ulmenrinde

 

Ulmenrinde ist als Nahrungsergänzungsmittel schon seit vielen Jahrtausenden bekannt.

Die Ulmenrinde enthält Bitterstoffe, Gerbstoffe und Schleimstoffe. Außerdem Vitamin A, B, C und K sowie große Mengen an Calcium, Magnesium und Natrium. Sie enthält langkettige Zucker, auch Polysaccharide genannt. Polysaccharide sind Kohlenhydrate und bilden in Verbindung mit Wasser Schleim.

Ulmenrinde schmeckt mild bis bitter und auch etwas süßlich. 

Man kann sie innerlich und äußerlich anwenden. Ulmenrinde ist sehr nahrhaft, entzündungshemmend und -lindernd, schleimbildend, adstringierend (zusammenziehend). Angewendet wird die Ulmenrinde bei Schleimhautentzündungen des Magen-/Darm-Traktes, der Lunge (Asthma, Bronchitis), Nieren, Blase, Hals, sowie bei Übelkeit/Erbrechen, Magenproblemen, Durchfall, Verstopfung, Koliken, chronische Blasenentzündung, Entzündungen im Maul und Zahnschmerzen Sie ist einsetzbar als Entgiftungsmittel, da der Schleim auch die Knochen und Gelenke schmiert und im Darm und allen anderen Bereichen des Körper Abfallstoffe ausleitet Die enthaltenen Antioxidantien wirken sich positiv auf die Nieren aus. Ulmenrinde ist antiseptisch bei Wunden, Ausschlägen und Ekzemen. Hauptsächlich wird Ulmenrinde in der Tierheilkunde als schützende Schleimschicht bei überreiztem Magen eingesetzt. Hunde, die einen übersäuerten Magen oder gerade eine Magen-Darm-Infektion oder Gastritis haben, können so geheilt werden.

Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Dosierung:
Hunde bis zu 5kg Körpergewicht 1,5g täglich
Hunde bis zu 15kg Körpergewicht 3g täglich
Hunde bis zu 30kg Körpergewicht 6g täglich
Hunde über 30kg Körpergewicht 9g täglich

Vogelmiere

Schon Pfarrer Kneipp empfahl die Vogelmiere bei Lungenleiden, Husten und Hämorrhoiden

Weiter hilft sie bei der Blutbildung, bei Rheuma, soll vor grauem Star schützen, den Cholesterinspiegel senken und anregend auf Verdauung und Stoffwechsel wirken. Wegen seiner reinigenden Wirkung auf Blut, Niere und Blase wirkt es sich positiv bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte und Ekzemen aus. Äußerlich hilft Vogelmiere bei starkem Juckreiz, Verbrennungen, Wunden, Geschwüren und entzündeten Augen.

Diese kleine Wunderpflanze hat eine reinigende und stärkende Wirkung auf den ganzen Körper. Vogelmiere esnthält: Aucubin, Carotinoide, Eisen, Flavonoide, Gamma-Linolensäure, Kalium, Kalzium, Kieselsäure, Magnesium, Saponine, Schleimstoffe, Selen, Vitamin A, Vitamin B und Vitamin C.  

Sie wirkt adstringierend, anregend, blutbildend, blutreinigend, blutstillend, entzündungs­­hemmend, harntreibend, kräftigend, krampflösend, kühlend, reizmildernd, schleimlösend und schmerzstillend.

Ihre Anwendungsgebiete finden sich weiterhin bei Appetitlosigkeit, Asthma, Geschwüren, Gicht, Hautentzündungen, Hautproblemen, Insektenstichen, Leberschwäche.

Geerntet werden kann die Vogelmiere ganzjährig.

Genutzt werden kann die gesamte Pflanze.

Dosierung:
1 Esslöffel gehackte Vogelmiere pro 10kg Körpergewicht/Hund 

Weißdorn

 

Der Weißdorn wird erstmals von dem berühmten Arzt Dioscurides im 1. Jahrhundert n.Chr. als Heilpflanze erwähnt, aber erst im 19. Jahrhundert wurde der Weißdorn und seine Heilkräfte von französischen und englischen Ärzten erstmals wissenschaftlich untersucht.
Im Jahr 1990 war der Weißdorn die Heilpflanze des Jahres.

Mit zunehmendem Alter treten, wie bei uns Menschen auch bei Tieren, vor allem Probleme mit der Herz- und Kreislauf-Funktion auf. In der Naturheilkunde werden bei leichter Herzschwäche, Altersherz und altersbedingten Kreislaufstörungen traditionell Arzneimittel aus der Heilpflanze Weißdorn (Crataegus) eingesetzt. 

Zu den wichtigsten Pflanzenbausteinen des Weißdorns gehören die bekannten oligomeren Procyanidine, kurz OPCs. Sie haben eine herzschützende Eigenschaft.

Auch die viele andere Erkrankungen rund ums Herz können mithilfe des Weißdorns erfolgreich behandelt werden, z.B. Herzrhythmusstörungen, Herzenge, nervöse Herzbeschwerden, hoher oder niedriger Blutdruck, Durchblutungsstörungen.

Neben-Anwendungsgebiete des Weißdorns sind Beschwerden, die mit Unruhe in Verbindung stehen, beispielsweise Nervosität, Schlafstörungen, Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen

Arzneimittel aus der Weißdornpflanze gibt es auch speziell für Tiere.

Crataegus ad usum vet. ist ein, für die Anwendung bei Hunden, Katzen und Pferden entwickeltes, pflanzliches Arzneimittel mit dem Wirkstoff Weißdorn. 

Zaubernuss

Drei Stoffe der Zaubernuss (Hamamelis Virginiana) wirken medizinisch und kommen auch in der klassischen Schulmedizin zum Einsatz: Hamamelidis cortex, Hamamelidis aqua und Hamamelidis folium.
Diese Substanzen sind entzündungshemmend und blutstillend, zudem lässt sich mit ihnen Juckreiz gut bekämpfen. Schulmedizinisch wird der Einsatz bei leichten Hautverletzungen, Haut- und Schleimhautentzündungen, Hämorrhoiden sowie Analdrüsenentzündungen empfohlen. Naturheilkundliche Verfahren erweiterten den Einsatz seit jeher auch auf Durchfall. Die Homöopathie hat aber noch mehr Anwendungsgebiete entdeckt, darunter Blutungen, die nicht gerinnen und venöse Stauungen.

Die Zaubernuss wird in Tinkturen, Salben, Zäpfchen und Tabletten verarbeitet.