DOGS Tipp Juni: Schnüffelspiele – Auf den Spuren von...

Zu Beginn trainiert man die Spurensuche immer mit einem weiteren Geruchsträger als Hilfsmittel. Der Hund lernt so, zunächst einmal der Spur des Geruchsträgers, wie z. B. des Futters oder eines geschleppten Gegenstandes, zu folgen.

Je nach Veranlagung Ihres Hundes wird dieser entweder mehr an Beutespielen, an Schnüffelspielen, an Bewegungsspielen oder aber an Denkspielen interessiert sein. Bei Beutespielen steht das „Beute-machen“ im Vordergrund, bei Schnüffelspielen geht es darum, die Nase einzusetzen, bei Bewegungsspielen steht die körperliche Bewegung im Vordergrund und bei Denkspielen muss der Hund über Nachdenken und Ausprobieren eine Lösung für ein Problem finden. In den folgenden Monaten werden wir Ihnen einige Spiele aus den 4 verschiedenen Kategorien vorstellen. Weitere Spielideen finden Sie im Buch „Hunde beschäftigen mit Martin Rütter“.

Zu Beginn trainiert man die Spurensuche immer mit einem weiteren Geruchsträger als Hilfsmittel. Der Hund lernt so, zunächst einmal der Spur des Geruchsträgers, wie z. B. des Futters oder eines geschleppten Gegenstandes, zu folgen. Automatisch erfasst er dabei natürlich auch die Spur desjenigen, der die Futterbrocken ausgestreut oder aber den Gegenstand geschleppt hat. Professionelle Spurensucher können daher dann auch einfach nur die Spur eines Menschen verfolgen. Generell sollte der Hund beim Auslegen der Spur niemals zuschauen. Er wird sonst den Spurenleger verfolgen und sich genau merken, wo die Spur endet. Die meisten Hunde folgen dann nicht mehr der Spur, sondern laufen auf direktem Weg Richtung Ende, wo sie dann mit einer Suche nach der Belohnung bzw. der ausgelegten Beute beginnen.

Am Anfang beginnen Sie mit einfachen Spuren, die lediglich einige Meter geradeaus führen. Legen Sie die ersten Spuren aber bitte nicht zu kurz, Ihr Hund braucht zunächst einmal einige Zeit, bis er sich eingesucht hat. Daher sollten die ersten Spuren durchaus eine Länge von 60 bis 100 m haben. Schritt für Schritt können Sie dann die Spuren verlängern, können Bögen und Winkel einbauen. Am Anfang sollten Sie zudem einen einfachen Untergrund wählen. Hierzu bietet sich eine nicht zu hoch stehende Wiese oder aber auch ein Acker an. Später können Sie dann auch schwierigere Untergründe wie stark begangene Parkflächen mit vielen ablenkenden Spuren oder sandigen, trockenen Böden auswählen. Sie können die Spur sogar über eine kleine Asphaltfläche legen, einen schmalen Bach überqueren oder andere Geländeübergänge in den Verlauf der Spur mit einbauen.

Zu Beginn werden Sie die Spur immer gemeinsam mit Ihrem Hund absuchen. Ihr Hund sollte dazu ein gut sitzendes Geschirr tragen und von Ihnen an einer breiten, angenehm zu haltenden Schleppleine geführt werden. Sicherheitshalber sollten Sie auch Handschuhe tragen, damit Sie sich nicht verletzen, wenn Ihr Hund doch einmal nach vorne stürmt. Hat Ihr Hund das Absuchen der Spur verstanden, können Sie ihn auch alleine suchen lassen. Er läuft dabei frei, ohne Geschirr und Schleppleine. Für diese Variante bietet es sich an, am Ende der Spur einen Gegenstand auszulegen, den der Hund Ihnen dann bringen kann.