DOGS Tipp März: Sprachkurs Hund - Wie Welpen kommunizieren

Etwa ab der vierten Lebenswoche sind beim Welpen alle Muskelgruppen vollständig entwickelt, so dass sie in der Lage sind, sämtliche Formen der Kommunikation auszuführen.

Ein entspanntes und harmonisches Zusammenleben mit unseren Hunden kann es nur dann geben, wenn wir Hunde verstehen, ihre Körpersprache lesen und entsprechend mit ihnen kommunizieren können. In den folgenden Monaten möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie die Sprache des Hundes erlernen können, um auch mit Ihrem Hund zu einem verständnisvollen Miteinander zu finden. Weitere ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie im Buch „Sprachkurs Hund mit Martin Rütter“, welches im April 2016 in einer Neuauflage erscheint.

Äußerlich mag der Eindruck von jungen Hundewelpen ziemlich passiv sein. Alle Sinne, die im späteren Leben am wichtigsten sind, sind bei der Geburt des Welpen noch völlig unterentwickelt. Auch wenn der Mensch in der vegetativen Phase möglichst wenig eingreifen soll, weiß man heutzutage doch, dass auch in dieser Phase schon die erste Gewöhnung des Welpen an den Menschen erfolgt, und dass eine Stimulation des Welpen in dieser Zeit zu einer besseren Entwicklung führen kann. Der Welpe kann in dieser Phase ja bereits riechen und tasten. Der Züchter sollte also jeden Welpen immer auch einmal für eine kurze Zeit in die Hand nehmen, so dass dieser den Geruch des Menschen wahrnehmen kann. Eine kurze Kuschelzeit auf dem nackten Arm des Menschen führt dazu, dass der Welpe diesen Geruch zukünftig auch positiv abspeichert, denn er hatte es warm und bequem.

Etwa ab der vierten Lebenswoche sind beim Welpen alle Muskelgruppen vollständig entwickelt, so dass sie in der Lage sind, sämtliche Formen der Kommunikation auszuführen. Sie können dann bellen, knurren, die Nase krausziehen oder fixieren. Diese ersten Signale werden jedoch noch sehr undifferenziert eingesetzt, der Welpe muss die Bedeutung der Signale und die richtige Anwendung erst noch lernen. Dies erfolgt im Spiel mit den Geschwistern und in der Kommunikation mit Mama. Die Mutterhündin übt dies gezielt mit ihren Welpen. So sucht sie sich z. B. eine Beute und wartet darauf, dass sich einer der Welpen nähert. Nach einem Drohfixieren folgt ein warnendes Knurren und sofort darauf ein kurzer Nackenstoß. Dieser Welpe hat nun, genauso wie einige weitere, die das Geschehen verfolgt haben, gelernt, dass man sich Mama besser nicht mehr nähert, wenn diese drohfixiert bzw. knurrt!