DOGS Tipp September: Bewegungspiele – Indoor-Agility

Im Haus ist in der Regel nur begrenzt Platz, sodass dynamische Spiele hier schon aus diesem Grund ausscheiden. Daher werden die Übungen beim Indoor-Agility immer ruhig und langsam durchgeführt.

Je nach Veranlagung Ihres Hundes wird dieser entweder mehr an Beutespielen, an Schnüffelspielen, an Bewegungsspielen oder aber an Denkspielen interessiert sein. Bei Beutespielen steht das „Beute-machen“ im Vordergrund, bei Schnüffelspielen geht es darum, die Nase einzusetzen, bei Bewegungsspielen steht die körperliche Bewegung im Vordergrund und bei Denkspielen muss der Hund über Nachdenken und Ausprobieren eine Lösung für ein Problem finden. In den folgenden Monaten werden wir Ihnen einige Spiele aus den 4 verschiedenen Kategorien vorstellen. Weitere Spielideen finden Sie im Buch „Hunde beschäftigen mit Martin Rütter“.

Im Haus ist in der Regel nur begrenzt Platz, sodass dynamische Spiele hier schon aus diesem Grund ausscheiden. Zudem soll Ihr Hund das Haus ja eher als Ruhezone ansehen, in welcher nicht wild getobt wird. Daher werden die Übungen beim Indoor-Agility immer ruhig und langsam durchgeführt. Die Hindernisse werden Schritt für Schritt bzw. Pfote für Pfote überwunden. Achten Sie zudem darauf, dass der Boden rutschfest ist, damit Ihr Hund beim Überwinden der Hindernisse nicht wegrutscht. Geeignet als Bodenbelag ist in der Regel Teppich, aber auch weiche Böden wie z. B. Linoleum sind möglich.

Um Stangen oder Cavaletti für ein gymnastizierendes Training nachzubilden, gibt es Indoor verschiedene Möglichkeiten. Sie können z. B. eine einfache Haushaltsleiter auf den Boden legen. Ihr Hund soll nun nacheinander in die einzelnen Felder treten und die Sprossen überwinden. Führen Sie ihn dazu langsam und Schritt für Schritt z. B. mit einem Futterbrocken als Motivation über die einzelnen Sprossen. Bei der Bodenarbeit soll Ihr Hund einen kleinen Parcours aus einfachen Hindernissen langsam überlaufen. Bei der Erstellung des Parcours können Sie kreativ werden, Sie werden bestimmt einige spannende Untergründe bei sich zu Hause finden. Geeignet sind z. B. eine Decke, eine Eingangsmatte aus borstigem Material, eine knisternde Plane, eine halb gefüllte Luftmatratze, etc.

In den meisten Haushalten findet sich noch ein Hula-Hoop-Reifen, entweder aus vergangenen Fitnessübungen oder aber im Kinderzimmer. Halten Sie den Reifen anfangs auf den Boden und lassen Sie Ihren Hund davor sitzen. Locken Sie ihn nun mit einem Futterstück durch den Reifen. Schritt für Schritt können Sie den Reifen jetzt immer ein Stück höher halten, bis Ihr Hund durch den Reifen klettern oder sogar einen kleinen Sprung hindurch machen muss.

Als Variante können Sie nun Papierstreifen (Zeitungspapier, Krepppapier, Seidenpapier oder ähnliche Materialien) in den Reifen hängen. Diese sollten anfangs nur oben befestigt sein. Bei unsicheren Hunden können die Papierstreifen auch nur bis zur Mitte des Reifens reichen. Locken Sie Ihren Hund nun wieder durch den Reifen hindurch. Zögert Ihr Hund bei dieser Übung nicht, können Sie im nächsten Schritt die Streifen auch unten am Reifen befestigen. Nun muss Ihr Hund sich schon richtig durch die Papierstreifen zwängen. Achtung, diese werden dabei natürlich zerreißen, Sie müssen den Reifen für die nächste Übung also neu vorbereiten. Im weiteren Training können Sie die Streifen nun immer breiten machen, bis Sie den Reifen mit einer ganzen Papierfläche beklebt haben und Ihr Hund einen Sprung durch den mit Papier geschlossenen Reifen macht. Dieser Trick kommt besonders bei Vorführungen beim Publikum immer gut an.