5 einfache Schritte für ein maßgeschneidertes Hunde-Erziehungskostüm

Jetzt mal Budder bei de Fische (auch wenn wir in Bayern leben): Wir kommen doch wirklich gut klar mit unseren Hunden im Alltag, oder? Klar, mal kommt er nicht, wenn wir ihn rufen. Vielleicht auch meistens. Oder er tut das Gegenteil von dem, was wir sagen. Trotzdem haben wir Halter das Gefühl, dass es stimmt bei uns in der Beziehung. Manchmal, aber nur ganz manchmal und auch nur dann, wenn keiner guckt... kratzen wir uns dennoch am Kopf und fragen uns, ob es nicht doch noch etwas gibt, das bislang nicht in Hundebüchern, in Foren oder im Fernsehen zu finden ist.

(veröffentlicht am 25.08.15 via Newsletter)

Da gibt es etwas, das zwischen den Zeilen steht und hündisch daherkommt
Die Antwort ist: JA! Es gibt etwas. Das steht nirgendwo geschrieben, sondern wohnt bei Dir zu Hause. Auf vier Pfoten. Es trägt den Namen Deines Hundes und es spricht laut und deutlich eine ganz leise Sprache. Die Antwort auf all Deine Fragen ist längst schon da. Dein Hund weiß, was ihm gut tut und worauf er Lust hat. Er weiß, was Spaß macht und warum er bestimmte Dinge tut oder nicht tut.

Wenn Du es längst weißt, was Dein Hund denkt und sagt, kannst Du jetzt aufhören zu lesen

Schritt 1: "Wat laberst´n Du da eigentlich?"

Kennst Du solche Augenblicke, in denen Du Menschen gegenüber stehst und Dich einfach nur fragst, ob Dein Gegenüber noch alle Latten am Zaun hat? Meistens sind es ja Missverständnisse in der Kommunikation oder mangelnde Sinnhaftigkeit im Verhalten des anderen Menschen. Tja, unsere Hunde kennen diese Beobachtung auch. Nicht unbedingt nur untereinander, auch mit uns Menschen.

Wir verstehen sie hin und wieder einfach nicht. Ist ja nicht weiter verwunderlich, schließlich sind wir

1. keine Hunde. Artbedingt kommen wir nicht auf die Welt und sprechen hündisch.

2. Menschen. Artbedingt glauben wir oft Mythen, die längst widerlegt sind und übertragen menschliches Denken auf Hundeköpfe.

Expedition ins Hundereich
Du würdest wohl kaum an einer Urwaldexpedition teilnehmen mit einem Reiseführer, der ausschließlich die Stammessprache spricht - oder? Selbst wenn er ein paar Brocken deutsch kann, werdet Ihr kaum einen leidenschaftlichen Dialog zur Flora und Fauna der Umgebung beginnen. Beziehung und Bindung passiert aber über Kommunikation!

Hier kommen die häufigsten Mythen in der menschlichen Deutung von Hundesprache:

  • Schwanzwedeln bedeutet NICHT immer, dass ein Hund sich total freut.
  • Auf Deinem Fuß liegen bedeutet NICHT immer, dass ein Hund gerne schmust und Deine Nähe zum Schutz sucht.
  • In die Leine beißen bedeutet NICHT immer, dass dieser Hund gerne mit Dir zerren mag um Spaß zu haben.
  • Im Schleichgang auf andere Hunde zugehen und sich hinlegen bedeutet NICHT immer, dass er spielen will mit den anderen.
  • Anspringen ist NICHT immer freundlich gemeint und als Begrüßung gedacht.
  • Daheim ins eigene Körbchen pinkeln bedeutet NICHT immer dass ein Hund eine Macke hat.
  • Wie wild durchs Wohnzimmer düsen nach dem Fressen bedeutet NICHT immer dass ein Hund hyperaktiv ist.
  • Den eigenen Kot fressen bedeutet NICHT immer dass ein Hund verhaltensgestört ist.

Es gibt überwältigend viele Missverständnisse in der menschlichen Kommunikation – mindestens genauso viele gibt es in der Kommunikation zwischen Menschen und Hunden!

Wer Land und Menschen verstehen will, muss die Sprache lernen
Wenn Du planst in einem fremden Land mit einem fremdsprachigen Menschen zusammen zu leben - dann lernst Du doch zumindest die Grundkenntnisse der Sprache, oder nicht?

Praxis-Tipp: 
- Beobachte einen Tag lang die Rute Deines Hundes. Wie bewegt sie sich wann und welche Handlung folgt?

- Dann beobachte einen Tag lang die Ohren Deines Hundes. Wohin richten sie sich wann - und welche Handlung folgt?

- Schließlich beobachte einen Tag lang die Mimik Deines Hundes. Erkennst Du ein Lachen? Enttäuschung? Einen genervten Gesichtsausdruck? Entspannung? Wenn ja, wann guckt Dein Hund so oder so?

Nach und nach wirst Du immer besser darin zu erkennen und zu verstehen, was Dein Hund Dir oder anderen Menschen und Hunden in welcher Situation erzählt. So lassen sich Bedürfnisse erkennen und Du kannst klug reagieren. Ein guter Hundeführer kann was am besten? Führen. Dazu muss er wissen, was derjenige denkt und sagt, den er führt. Sonst sind Missverständnisse vorprogrammiert.

Hier kommen Deine nächsten Chancen für eine Teilnahme am "Sprachkurs in hündisch": 

Sonntag, 30.08.2015 von 09-12 Uhr (München-Nord) - noch 1 Platz frei.
Sonntag, 15.11.2015 von 09-12 Uhr (München-Nord) - noch 4 Plätze frei
Sonntag, 10.01.2016 von 09-12 Uhr (München-Nord) - noch 6 Plätze frei

Du bist von ganzem Herzen willkommen, egal ob Anfänger oder Fortgeschritten im Hundevokabelsprechen.

Sie haben es verdient, dass wir sie ehrlich verstehen...

Bis bald

Sabrina