DOGS Tipp August: Existentielles Apportiertraining

Leider sind nicht alle Hunde einfach nur durch ein Alternativverhalten davon abzubringen, unerwünschtes Jagdverhalten zu zeigen.

Unerwünschtes Jagdverhalten gehört zu den häufigsten Problemen, von denen Menschen im Umgang mit ihren Hunden berichten. In den folgenden Monaten möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie mit diesem Problemverhalten umgehen können und wie Sie durch das richtige Training auch Ihren Hund zu einem entspannten Begleiter durch Feld und Wald machen. Weitere ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie im Buch „Jagdverhalten bei Hunden“, welches im April 2015 erschienen ist.

Leider sind nicht alle Hunde einfach nur durch ein Alternativverhalten davon abzubringen, unerwünschtes Jagdverhalten zu zeigen. Sie machen zwar gut mit, solange kein Wild in Sicht ist. Taucht Wild auf, gibt es jedoch oft kein Halten mehr.

Bei diesem Problem kann das existentielle Training helfen. Der Hund soll lernen, dass die Beschäftigungsform nicht nur Spaß bedeutet, sondern er sich über dieses Training auch ernähren muss. Der Hund wird somit über die Trainingsform abhängig von seinem Menschen. Da eine solche Abhängigkeit auch immer mit einer gewissen Skepsis betrachtet werden muss, sollte man existentiell nur mit ausgewachsenen Hunden und das auch immer nur über einen begrenzten Zeitraum trainieren. Der Stress, der über dieses Training beim Hund aufkommt, ist nicht zu vernachlässigen, weshalb das Training später wieder umgestellt werden sollte.

Der Hund bekommt nun also nur noch Futter zur Belohnung beim Training und nicht mehr als Mahlzeit regelmäßig einfach so im Napf. Für dieses Training eignet sich beim Apportieren die Verwendung eines Futterbeutels, da in diesen die Mahlzeit des Hundes eingefüllt werden kann. Der Hund soll nun den Futterbeutel erjagen und ihn dem Menschen zurückbringen, der den Beutel dann öffnet und dem Hund einen Teil seines Futters gibt. Der Futterbeutel wird damit für den Hund lebenswichtig, genauso wie das dazugehörige Training und letztendlich auch die Beziehung zu seinem Menschen. Denn nur wenn der Hund auf seinen Menschen achtet und sich an diesem orientiert, wird er Erfolg haben und an das Futter gelangen.