DOGS Tipp Februar: Sprachkurs Hund - Verstehen und verstanden werden

Um von Kommunikation zu reden, sind zunächst immer ein Sender, ein Signal und ein Empfänger notwendig.

Signal "sitz" - nicht verstanden?

Signal "sitz" - verstanden!

Ein entspanntes und harmonisches Zusammenleben mit unseren Hunden kann es nur dann geben, wenn wir Hunde verstehen, ihre Körpersprache lesen und entsprechend mit ihnen kommunizieren können. In den folgenden Monaten möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie die Sprache des Hundes erlernen können, um auch mit Ihrem Hund zu einem verständnisvollen Miteinander zu finden. Weitere ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie im Buch „Sprachkurs Hund mit Martin Rütter“, welches im April 2016 in einer Neuauflage erscheint.

Um von Kommunikation zu reden, sind zunächst immer ein Sender, ein Signal und ein Empfänger notwendig. Geben Sie Ihrem Hund einmal das Signal „Sitz“. An seinem Verhalten können Sie nun erkennen, ob Ihr Signal angekommen ist oder nicht. Setzt sich Ihr Hund, dann wissen Sie, dass das Signal Ihren Hund erreicht hat und dieser es auch verstanden hat. Bleibt Ihr Hund stehen oder legt sich hin, gibt er Ihnen dadurch zu verstehen, dass er entweder „Sitz“ nicht ausführen möchte oder sich in der momentanen Situation auf Ihr Signal nicht einlassen kann. Für Sie bedeutet das entweder an Ihrer Beziehung zum Hund zu arbeiten, damit er Ihre Signale umsetzt oder aber die Situation zu analysieren und z.B. eventuell ablenkende Faktoren oder den Hund verunsichernde Reize zu entfernen bzw. dem Signal entgegen stehende Motivationen zu verändern. Vielleicht hat Ihr Hund die Bedeutung des Wortes aber auch noch nicht wirklich verstanden, noch nicht wirklich gelernt, was „Sitz“ bedeutet. Dann müssen Sie noch einmal einige Schritte im Lernprozess zurückgehen und Ihrem Hund das Signal besser verständlich machen.

Bei sehr alten oder am Gelenkapparat erkrankten Hunden kann es auch sein, dass das Signal aufgrund von Schmerzen nicht ausgeführt wird. In diesem Fall müssen Sie natürlich Rücksicht auf Ihren Vierbeiner nehmen, Sie sollten keine Signale von ihm verlangen, zu denen er körperlich nicht oder nur unter Schmerzen in der Lage ist. Vielleicht ist Ihr Hund auch taub, und konnte Ihr als Hörzeichen gegebenes Signal gar nicht empfangen? Sender und Empfänger müssen immer auch über die entsprechenden Organe verfügen, mit denen ein Signal ausgestrahlt bzw. empfangen wird.