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SUP mit Hund

Sup´s du schon, oder schwitzt du noch?

Früher habe ich mir immer gewünscht am Meer zu leben. Ok, es ist aktuell nicht das Meer, an dem ich lebe. Ich lebe an der schönen Mosel. Der Wunsch „einfach mal am Wasser spazieren gehen“, kann ich nun täglich erleben und genieße dies auch.

Und wie das immer mal im Leben so ist, man möchte dann doch etwas Neues. Getreu dem Motto „Raus aus der Komfortzone“ Ich hatte schon lange das Bedürfnis, nach Bewegung im Wasser, aber nicht das Schwimmen. Nein, ich wollte Rudern/ oder Kanufahren. Nun ja, DAS muss man ja erst einmal lernen. Gesagt getan, habe ich mich beim Ruderclub gemeldet. Dort habe ich schnell wieder festgestellt. Ich finde den Sport toll, aber ich möchte immer, je nach Lust und Laune habe aufs Wasser. Nicht nur z.B. Mittwochsabends.

Durchzufall bin ich in einer Zeitschrift vor etlichen Jahren über einen Artikel über Stand Up Paddeling gestoßen. Damals war es noch nicht so verbreitet, dass man auch seinen Hund dazu mitnehmen kann. Da ich aber meine sportlichen Betätigungen gerne MIT meiner Hündin zusammen genießen möchte, habe ich damals in dem Verleih nachgefragt, „kann ich meinen Hund mitbringen?“ „ämh, ja. die kann da aber nicht auf das Brett. Denn erst einmal musst ich dir zeigen, wie man ohne Hund fährt.“ Ja, gesagt getan. Dann bin ich erst einmal ohne Myla auf das Board. Und JA, ich war froh, die ersten Schritte alleine unterwegs zu sein. ;) Nach ca 1 - 2 Stunden habe ich mich sehr wohl gefühlt. Nun wollt ich meine Hündin mitnehmen.

Nun was soll ich sagen, sie mochte KEIN Wasser. Aber sie hat VERTRAUEN zu mir und so haben wir die ersten Runden auf dem Wasser gedreht. Mittlerweile weiß ich nicht was besser ist, wenn ein Kunde sagt: „Ich möchte SUP mit Hund machen, der LIEBT das Wasser“. Oder besser, „nee, mit meinem Hund kann ich das leider nicht machen, der hat mag kein Wasser.“ So oder so, wir können das in kleinen Schritten üben, versprochen.

Stand Up Paddeling mit Hund ist längst bei vielen Hundehalter/ innen und angekommen und erfreut sich – absolut zu Recht – großer Beliebtheit!

Denn SUPen verbindet so vieles: Fitnesstraining für Mensch und Tier, Hundetraining, eine intensive gemeinsame Zeit zusammen auf dem Wasser, Bindungsaufbau und auch das Selbstbewusstseins wird gestärkt.

Aber bevor du mit deinem Hund zu gemeinsame Abenteuer auf dem Wasser starten könnt, macht es Sinn, ein paar Vorbereitungen zu treffen.

Was brauchst du alles, um „SUP mit Hund“ zu starten?

In erster Line kann man ganz normale SUP-Ausrüstung verwenden. Wichtig! Wenn du kein eigenes SUP-Board hast, erkundige dich vorher bei dem SUP-Verleih, ob es gestattet ist, Hunde mitzunehmen. Dies ist nämlich nicht selbstverständlich, da durch die Hundekrallen durchaus Beschädigungen am Board entstehen können. Welches Board für SUP mit Hund geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren und auch besonders von Größe eures Hundes ab.
Achte darauf, dass du deinen Hund nicht überforderst. Auch Hunde müssen sich beim Stand up Paddlen gut ausbalancieren – das kann durchaus sehr anstrengend sein.

Zunächst einmal ist es am sinnvollsten, wenn du dir ein Board zulegst. Dazu hilft euch Ben Wagner sicher gerne weiter. Neben SUP-Board und Co. gibt es beim SUP mit Hund ein paar weitere Dinge, die du zusätzlich benötigst. Ich empfehle euch, das ihr eurem Hund am besten ein Geschirr oder – je nach Gewässer, Ausdauer, Hundepersönlichkeit – sogar eine Hundeschwimmweste anzieht. Dies sollte er aber schon vor dem SUPen kennengelernt haben. Falls dein Hund unterwegs ins Wasser springen sollte oder der Einstieg zur SUP-Tour direkt in etwas tieferem Gewässer stattfindet, kannst du deinen Hund am Geschirr oder der Schwimmweste auf das Board helfen, sofern er dies nicht aus eigener Kraft schafft. So einfach ist es nämlich auch nicht als Vierbeiner beim Schwimmen vom Wasser auf das Board zu klettern.

Bevor du mit deinem Hund startest, solltest du dich selbst erst einmal mit dem SUP-Board vertraut machen. Wir empfehlen immer erst einmal alleine (oder mit dem Trainier) auf das Wasser zu gehen, dann erst mit Hund. Denn wenn ich weiß wie ich das Board sicher von A nach B bringe, dann kann ich das auch meinem Hund souverän vermitteln. Du bist bereit für die Fahrt mit Hund, wenn du: sicher im Wasser auf das SUP-Board auf- und abzusteigen kannst, ohne Schwierigkeiten kniend oder stehend geradeaus fahren kannst, das SUP-Board problemlos wenden und auch stoppen kannst. Paddeln mit Hund bietet eine hervorragende Möglichkeit, sich nicht nur sportlich mit dem Hund zu betätigen, sondern gleichzeitig die Bindung und das Vertrauen zu fördern.

Gemeinsam Abenteuer erleben stärkt die Beziehung!

Hunde sind unterschiedlich – wie Menschen auch – daher gibt es kein Patentrezept wie Hunde am besten an das gemeinsame Hobby herangeführt werden sollten.
Es gibt Hunde, die steigen direkt mit einem aufs Board und man kann lospaddeln, als ob man nie etwas anderes gemacht hätte. Und es gibt Hunde, die erst einmal unsicher, sehr aufgeregt sind oder sich aus anderen Gründen schwertun, gemeinsam mit ihrem Menschen zu starten. Im Zweifelsfall empfehle ich einen „SUP mit Hund Kurs“ zu besuchen, um professionelle Unterstützung zu erhalten.
Falls du mehrere Hunde hast macht es Sinn, einen nach dem anderen ans SUP mit Hund heranzuführen, bevor du mehrere Hunde mit aufs SUP-Board nimmst.
Ob dein Hund Wasser mag oder nicht, ist übrigens erfahrungsgemäß gar nicht so entscheidend. Manchmal kann es sogar einfacher sein, wenn der eigene Hund keine extreme Wasserratte ist und permanent vom Board aus ins Wasser springen möchte.

Wenn dein Hund noch kein SUP kennt ist folgendes Vorgehen sinnvoll:

• Du bereitest das SUP-Board an Land für euren gemeinsamen Ausflug vor, das heißt du schützt es gegebenenfalls durch eine Anti-Rutschmatte oder Handtücher und nimmst erst einmal die Finne ab. Anschließend zeigst du deinem Hund das Board und lässt ihn an Land auf- und absteigen. Bei größeren Hunden – die aufgrund dessen, weniger Bewegungsspielraum mit dir gemeinsam auf dem Board haben werden – kann es auch Sinn machen, diesen einen Platz auf dem Board zuzuweisen, den sie auch nachher auf dem Wasser einnehmen sollen.

• Du sorgst für gute Rahmenbedingungen, indem du ein geeignetes Gewässer für eure erste gemeinsame Tour ausgewählt hast. In der Praxis hat es sich bewährt, das Board im Wasser an einem Anker zu befestigen und dann gemeinsam mit dem Hund auf das Board zu steigen ohne sich erst einmal darum kümmern zu müssen, dass man nicht abgetrieben wird beziehungsweise gleich zum Paddel greifen muss. Alternativ kann auch eine zweite Person das Board festhalten und es – vor allem bei großen Hunden – beim Aufsteigen etwas zu stabilisieren. Wenn der eigene Hund zunächst etwas unsicher ist kann man sich einfach mit ihm auf das Board setzen.

• Sobald Mensch und Hund sich sicher fühlen, kannst du entweder im Sitzen das Paddel – ohne loszufahren – mal rechts, mal links von dir ins Wasser tauchen. Hunde reagieren beim Einsatz des Paddels unterschiedlich, also gebe deinem Hund einfach erst mal Gelegenheit, sich auf diese neue Situation einzustellen. Du kannst auch schon aufstehen und „Pseudopadddeln“.

• Wenn du merkst, dass dein Hund soweit ist, löst du das Board vom Anker und es geht los! Manche Hunde brauchen am Anfang etwas Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Für den einen oder anderen Vierbeiner kann es auch hilfreich sein, spielerisch ein paar Tricks einzubauen, um zu lernen sich besser auszubalancieren. Von Pfötchen geben, such das Futter oder Slalom auf dem Borad -aalles ist möglich – wenn der Platz auf dem Brett ausreicht. :)

Meine Erfahrung ist, dass es mit etwas Geduld mit jedem Hund möglich ist, bereits beim ersten Mal eine kleine Paddeltour zu unternehmen. Bei einzelnen Hunden kann es sein, dass man diese als Mensch erst einmal sitzend oder kniend verbringt. Wie stark ein Hund körperlich gefordert ist hängt von diversen Faktoren ab. Steht der Hund auf dem Board, legt er sich hin, läuft er herum und geht er zwischendurch schwimmen – all dies hat natürlich einen Einfluss darauf, wie lange du mit deinem Hund unterwegs sein kannst. Auch für Hunde ist SUP ein körperliches Fitnesstraining und kann daher sogar auch im physiotherapeutischen Bereich zum Muskelaufbau und der Förderung der Balance eingesetzt werden. Das Fitnesslevel des eigenen Vierbeiners zu beachten ist somit unerlässlich. Sofern gesundheitliche Einschränkungen oder Schwachstellen am Bewegungsapparat des Hundes bekannt sind, sollte eine Rücksprache mit einer Tierarzt/in beziehungsweise einer Hundephysiotherapeut/in stattfinden.

Nicht erschrecken: Bei manchen Hunden beginnt bereits nach kurzer Zeit auf dem SUP-Board die Muskulatur der Beine zu zittern – was auch bei uns bei Beanspruchung der Fall sein kann. Dies ist im Normalfall kein medizinisches Problem, man sollte jedoch darauf achten die Muskulatur nicht zu überanstrengen und in diesem Fall zeitnah eine Regenerationspause einlegen. Für mich ist SUP mit Hund eine wunderbare Gelegenheit, gemeinsam mit dem Hund die Natur zu genießen und mich sportlich zu betätigen.

unser Termine finden mit Ben Wagner (SUP-Trainer aus Trier) im Sommer regelmäßig in  Trier und Braueberg statt. Termine findet ihr dann hier auf der Homepage unter Terminen oder schreibt mir eine Mail.

 

ich freue mich auf euch und eure Hunde