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NÖ Sachkundenachweis für Halter von Listenhunden

  1. Rassen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial?

    - American Staffordshire Terrier
    - Bandog
    - Bullterrier
    - Dogo Argentino
    - Pit-Bull
    - Rottweiler
    - Staffordshire Bullterrier
    - Tosa Inu
    - Kreuzungen der aufgezählten Rassen
    - sowie auffällige Hunde


  2. Was sind die maßgeblichen Gesetze?

    - NÖ Hundehaltegesetz
    - NÖ Hundehalte-Sachkundeverordnung


  3. Welche Zaunhöhe ist auf Grundstücken erforderlich?

    Konkrete Angaben z.B. über die Zaunhöhe können dem Gesetz nicht entnommen werden, da sich die Zaunhöhe nach der Größe des betreffenden Hundes und seiner Sprungkraft richtet.


  4. Zweifel, ob es sich um einen Listenhund handelt?

    Ein betroffener Hundehalter kann einen gerichtlich beeideten Sachverständigen, der in der Gerichtssachverständigenliste eingetragen ist, oder einen Tierarzt gemäß Tierärztegesetz mit der Erstellung eines derartigen Gutachtens beauftragen.


  5. Meldefristen für die im Gesetz geforderten Nachweise?

    Binnen sechs Monaten ab dem Zeitpunkt der Rechtskraft des Bescheides.


  6. Hat die Gemeinde eine Bestätigung über den Erhalt auszustellen bzw. einen Bescheid zu erlassen?

    Nein


  7. Wer muss den Nachweis der Sachkunde erbringen?

    - Halter von "Hunden mit erhöhtem Gefährdungspotential"
    - Halter von "auffälligen Hunden"


  8. Müssen Personen, die mit einem Listenhund spazieren gehen auch den Sachkundenachweis erbringen?

    Nein

    Herbrüggen Holger - Randl Heike - Raschauer Nicolas - Wessely Wolfgang, (Halter), Österreichisches Tierschutzrecht, Erster Band, TSchG, Tierschutzgesetz Kommentar, Stand: 01.11.2005, 2., überarbeitete Auflage, Wien und Graz 2006, Seite 31

    "Halter ist, wer das Tier in seiner Obhut hat und - so Raschauer (ABGB § 1320 Rz 7) - auf eigene Rechnung (im eigenen Interesse) benutzt. Könnte der Begriff "Obhut" prima facie mit einer - wenn auch kurzfristigen - faktischen Innehabung gleichgesetzt werden, ergibt sich aus systematischen Gründen, dass alleine die faktische unmittelbare Einflussnahmemöglichkeit auf das Tier zur Begründung der Haltereigenschaft nicht ausreichen kann (andernfalls wäre jede Betreuungsperson ebenso wie jeder Transporteur Halter und es bedürfte keiner besonderen Regelungen). Demnach begründet etwa das Ausführen eines Hundes oder der Transport eines Tieres für sich ebenso wenig eine Haltereigenschaft wie das schlichte Zuverfügungstellen von Futter oder Räumlichkeiten zum Einstellen (vgl. sinngemäß UVS Wien 1.2.1995, 06/35/700/94 [zu § 11 Wr Tierhalte- und TSchG aF];.."


  9. Jemand hält zwei Listenhunde. Muss er für beide Hunde den Sachkundenachweis erbringen?

    Ja, da der Nachweis der erforderlichen Sachkunde vom Hundehalter mit dem betreffenden Hund zu erbringen ist.


  10. Kann der Sachkundenachweis bei einem Scheitern - auch mehrmals - wiederholt werden?

    Grundsätzlich ja; der Hundehalter/die Hundehalterin muss jedoch darauf achten, dass der Nachweis der erforderlichen Sachkunde innerhalb der vom Gesetz geforderten Frist erbracht wird.


  11. Wann muss für einen jungen Hund der Sachkundenachweis vorgelegt werden?

    Innerhalb des ersten Lebensjahres des Hundes.


  12. Wer darf den Sachkundenachweis bei Martin Rütter DOGS ausstellen?

    - Ing. Helmut Monschein


  13. Darf man für und mit einem Golden Retriever den Sachkundenachweis freiwillig erbringen?

    Einer freiwilligen Absolvierung des "Nachweises der erforderlichen Sachkunde" stehen keine gesetzlichen Bestimmungen entgegen.


  14. Welche Eintragung hat das Feld "Legitimation" in der Ausbildungsbestätigung zu enthalten?

    Die Angaben zur Legitimation der zur Ausstellung der Ausbildungsbestätigung Berechtigten haben die autorisierende Organisation - somit das Bescheidkennzeichen der Zulassung durch die NÖ Landesregierung - zu enthalten.


  15. An welchen Orten und ab welchem Alter des Hundes besteht die Leinen- und/oder Maulkorbpflicht?

    Die im § 8 Abs. 3 NÖ Hundehaltegesetz vorgeschriebene Leinen- oder Maulkorbpflicht und die im § 8 Abs. 4 leg. cit. vorgeschriebene Maulkorb- und Leinenpflicht trifft dann zu, wenn der Hund (unabhängig vom Alter) an den im § 8 Abs. 2 genannten Orten, und zwar an öffentlichen Orten im Ortsbereich, das ist ein baulich oder funktional zusammenhängender Teil eines Siedlungsgebietes, sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln, Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Parkanlagen, Einkaufszentren, Freizeit- und Vergnügungsparks, Stiegenhäusern und Zugängen zu Mehrfamlienhäusern und in gemeinschaftlich genutzten Teilen von Wohnhausanlagen, geführt wird.

    Außerhalb der oben genannten Orte oder in einer Hundeauslaufzone können Hunde prinzipiell ohne Maulkorb und Leine geführt werden, wobei hierbei wiederum auf andere gesetzliche Bestimmungen, wie z.B. auf Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung 1960 (StVO) oder das NÖ Jagdgesetz 1974 hingewiesen wird.