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LEINENFÜHRIGKEIT IST SO VIEL MEHR ALS DAS SIGNAL FUSS.

Zitat der Woche

Das Signal "Fuß" ist ein Trick, genauso wie "Sitz" oder "Platz". Jeder Hund kann den Trick erlernen. Das Verhalten eines Hundes an der Leine verrät aber oft viel mehr über den Hund bzw. über die Hund-Mensch-Beziehung, als man glauben würde.

Viele Hunde verhalten sich an der Leine nämlich so, als wäre gar keine Leine an ihnen befestigt. Sie möchten schnüffeln, jagen, markieren oder ihr Ziel möglichst schnell erreichen und ziehen und zerren an der Leine, was das Zeug hält. Dass sie eigentlich gerade mit ihrem Menschen unterwegs sind, blenden sie komplett aus.

Viele Menschen überlassen ihren Hunden aber auch (nicht nur an der Leine) komplett die Führung. Sie laufen mit, wenn gezogen wird, sie bleiben stehen, wenn Waldi stehen bleibt, gehen brav weiter, wenn Hündchen weitergehen will, und lassen sich von links nach rechts und wieder nach links schleifen. Am Ende der Gassirunde hat Waldi 387 Entscheidungen getroffen und der Mensch keine einzige. Warum sollte sich Waldi also an seinem Menschen orientieren, wenn er doch eigentlich machen kann, was er will?

Leinenführigkeit ist also so viel mehr als das Signal "Fuß". Es bedeutet, seinen Hund aktiv "an die Hand" zu nehmen, ihm Orientierung zu bieten und somit GEMEINSAM unterwegs zu sein. Oft verändert sich die Aufmerksamkeit des Hundes draußen schlagartig, wenn Tempo, Weg und Pinkelpausen vom Menschen vorgegeben werden. Und der Trick "Fuß" funktioniert dann plötzlich auch viel besser, weil der Mensch die Aufmerksamkeit seines Hundes schon hat.

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