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WARUM SOLLTE ICH IRGENDWANN AUFHÖREN, MEINEN HUND ZU BELOHNEN? ICH HÖRE JA AUCH NICHT AUF, GEHALT FÜR MEINE ARBEIT ZU VERLANGEN.

Zitat der Woche

Wir Trainerinnen werden oft zu Beginn eines Trainings gefragt, wann man denn wieder aufhören könne, den Hund zu belohnen. Wir beantworten das gern mit einer Gegenfrage: Warum soll man denn aufhören, einen Hund zu belohnen? Warum soll ein Hund nur für Luft und Liebe ein Signal ausführen, das ihm aus seiner Sicht gar nichts bringt?

Für den Hund würde es manchmal vielleicht viel mehr Sinn machen, am Boden zu schnüffeln anstatt leinenführig neben seinem Menschen zu gehen. Vielleicht würde der Hund viel lieber dem Hasen hinterherhetzen anstatt auf den Rückruf zu hören. Und wahrscheinlich wäre es gerade viel spannender, den Besucher zu begrüßen anstatt auf der Decke zu warten.

Doch unsere Hunde können lernen, diese Signale auszuführen, wenn sie wissen, dass es sich für sie auszahlt. Natürlich muss, wenn ein Signal einmal wirklich gut sitzt, nicht mehr alles ständig belohnt werden. Aber gerade in schwierigen Situationen sollte ein Hund wissen, dass es sich für ihn auch lohnt, das geforderte Verhalten umzusetzen.

Wir Menschen sind doch nicht anders: Für einen Händedruck oder ein knappes Lob gehen wir schließlich auch nicht jeden Morgen fünf Tage die Woche in die Arbeit. Wir wissen, dass am Ende des Monats ein Gehalt auf uns wartet.

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