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Deutscher Pinscher

Hätten Sie es gewusst? Pinscher und Schnauzer, die man Ende des 19. Jahrhunderts noch „rauhaarige Pinscher“ nannte, hatten die gleichen Vorfahren.

Wobei bereits seit dieser Zeit darüber gestritten wird, ob nun Pinscher und Schnauzer von englischen Terriern abstammen oder umgekehrt. Über die genaue Herkunft weiß man also wenig. Klar ist aber, dass der Pinscher eine sehr alte Rasse ist, die schon 1836 schriftlich erwähnt wird. Glatt- und rauhaarige Geschwister konnten damals in einem Wurf vorkommen, die glatten Pinscher waren aber immer schon seltener. Die ehemaligen Stallhunde würde es heute vermutlich nicht mehr geben, hätte sich Werner Jung in den 1950er Jahren nicht um die Erhaltung der Rasse bemüht. Nach einer Pause von acht Jahren wurde 1958 erstmalig wieder ein Wurf gemeldet.

Pinscher und Schnauzer sind mittlerweile getrennte Rassen, werden aber immer noch gemeinsam im Pinscher-Schnauzer-Klub geführt. Die kleinere Version des Deutschen Pinschers ist der Zwerg- oder Rehpinscher. 2003 wurde der Deutsche Pinscher zur gefährdeten Haustierrasse erklärt. Pinscher hielt man ursprünglich zur Vertilgung von Ratten, Mäusen, Mardern und anderem Raubzeug - um 1900 fand man sie auf fast jedem Hof als Stall- und Kutschenhunde. Sie wurden daher auch „Rattler“ oder „Stallpinscher“ genannt.

kleinen Hunde waren robust, wendig und mutig, mussten sie doch mit dem cleveren Überlebenskünstler Ratte fertigwerden. Sie ernährten sich aufgrund ihrer Aufgabe weitestgehend selbst. Streunen durften die Stallhunde nicht, so legte man in der Zucht großen Wert auf „Reviertreue“ und somit auch auf Territorialverhalten. Die großen, rauhaarigen Pinscher waren daher häufig Begleiter von Fuhrleuten, die in Abwesenheit des Kutschers Pferd und Wagen verteidigten.