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Zehn Jahre witzig sein war genug! Als ich im Januar 2007 mein Studium bei Martin Rütter antrat, machte ich damit einen klaren Schnitt zu meinem bisherigen Berufsleben. Zuvor hatte ich als Print- und Onlineredakteurin bei Radio und Fernsehen gearbeitet. Und mehr als zehn Jahre lang war dieser Job auch das einzig Wahre für mich – solange er eben für mich gepasst hatte. Doch mein Leben begann sich zu verändern, als mein Mann und ich einen Labradorwelpen zu uns holten. Zwar sind wir beide mit Hunden aufgewachsen, doch einen wirklich eigenen Hund hatten wir bis dahin noch nie gehabt. Wie hätte ich ahnen können, dass Laika meine Lebenseinstellung komplett umkehren würde ...  Gerade ich, die am liebsten immer mitten im Trubel war, schätzte auf einmal nichts mehr als einen einsamen Spaziergang mit Hund. Ich, die stets zappelig und hektisch war, bemühte sich allmählich um mehr Ruhe. Ich, die sich ein Leben ohne Großstadt nie vorstellen konnte, legte nun viel mehr Wert auf Wiesen, Wälder und Felder.

Zu diesem Zeitpunkt wohnte und arbeitete ich noch in Köln und wusste nicht recht, wie ich all diese Wünsche mit meinem turbulenten Alltag vereinen sollte. Doch nach und nach entfernte ich mich von meinem bisherigen Lebensmodell – bis mir mein Job völlig sinnlos erschien. Die Medienbranche passte auf einmal nicht mehr für mich. Ich wollte fortan etwas tun, was mich persönlich zufrieden stellte. Etwas, bei dem ich am Ende eines langen Tages das Gefühl hatte, etwas bewirkt zu haben.  Das mag sehr idealistisch und weit hergeholt klingen, aber als ich Martin Rütters Sendung „Eine Couch für alle Felle“ sah und dann einige Seminare in Martin Rütters damaligem Hauptstandort Erftstadt besuchte, wurde mir klar: Genau DAS will ich auch machen!  

Für mich war es mehr als ein glücklicher Zufall, dass Martin prompt genau zu dieser Zeit begonnen hatte, ein Netzwerk aus eigenen TrainerInnen aufzubauen; ich bewarb mich – und wurde schließlich einer von Martin Rütters PartnerInnen mit eigener Hundeschule.  Die Zeit der Ausbildung in Erftstadt verging so schnell wie kaum eine andere bisherige Phase meines Lebens. Und sie war auch von vielen Höhen und Tiefen geprägt. Vom ersten Tag an lernte ich nicht nur unglaublich viel über Hunde – ich lernte mich auch selbst immer besser kennen. Ich erkannte, dass in der Ruhe tatsächlich viel Kraft liegt. Dass jeder einzelne Hund ein individuelles Wesen besitzt und dass es kaum einen schöneren Moment gibt als den, wenn Mensch und Hund beginnen, klar miteinander zu kommunizieren.

Dieses Aha-Erlebnis kenne ich aus eigener Erfahrung - vor allem durch unseren Rottweiler-Schäferhund-Ridgeback-Mischlingsrüden Sammy, den wir 2010 aus dem Tierheim zu uns holten. Selten hat mich ein Hund so an meine Grenzen gebracht wie er. Und selten habe ich von einem Hund so viel gelernt. Im Februar 2021 verabschiedete sich Sammy, und es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht voller Dankbarkeit und mit einem Lächeln an ihn denke.

Seit 2013 gehört Cayden, ein Labrador Retriever aus einer Arbeitslinie, zu unserem Rudel. Im Herbst 2020 folgte Djadzia, ebenfalls eine schwarze Hündin aus der Arbeitslinie. Und jeden Tag denke ich: Hunde sind das Beste, was es gibt - und ich habe einen großartigen Job!

Denn selbst heute noch, nach all den Jahren als Trainerin für Hund und Mensch, versetzen mich Hunde immer wieder in Staunen, begeistern mich über alle Maßen und bewirken einen Zugang zu Menschen, wie es kaum ein anderes Lebewesen schafft. Ich freue mich, dich und deinen Hund bei vielen solcher Aha-Erlebnisse begleiten zu dürfen.

Herzlich

deine Sandra 

PS: Lustig bin ich auch heute noch. Denn ich finde: Hundetraining darf Spaß machen, selbst wenn es um ernste Themen geht.

News
Bin dann mal kurz weg!
Bis 15. Juni findet kein Training statt, und es können keine Mails und Anfragen beantwortet werden. Ab 16. Juni bin ich wieder für dich und deinen Hund da.