Welpen richtig erziehen

Ein Welpe zieht ein – und plötzlich steht die Welt Kopf. Zwischen süßen Knopfaugen, kleinen Pfützchen und wilden Zoomies fragst du dich vielleicht: Mache ich das eigentlich richtig?
Keine Sorge: Genau darum geht’s hier. In diesem Artikel bekommst du einen alltagstauglichen, liebevollen und klaren Fahrplan für die ersten Wochen mit deinem Welpen – ohne Druck, aber mit Struktur.
Die wichtigsten Grundlagen im Alltag

1. Ruhe lernen (ja, wirklich!)
Viele unterschätzen das: Welpen brauchen bis zu 20 Stunden Schlaf pro Tag. Wenn dein Hund ständig „drüber“ ist, liegt das oft an zu wenig Ruhe.
👉 Tipp aus der Praxis:
Richte feste Ruhezeiten ein. Wenn dein Welpe nicht von selbst runterfährt, hilf ihm dabei – ruhig, freundlich, aber konsequent.
2. Stubenreinheit – entspannt statt stressig
Unfälle gehören dazu. Punkt. Wichtig ist dein Umgang damit.
So klappt’s besser:
- Nach dem Schlafen, Fressen und Spielen direkt rausgehen
- Ruhig warten (kein Bespaßen draußen)
- Erfolgreiches Lösen freundlich bestätigen
❌ Bitte vermeiden: Schimpfen bei Unfällen – dein Welpe versteht das nicht rückwirkend.
3. Beißhemmung: Kleine Zähne, große Wirkung
Welpen erkunden die Welt mit dem Maul. Dass das manchmal weh tut, ist leider Teil des Spiels.
Dein Job:
- Sofort ruhig reagieren („Aua“ + Spiel abbrechen)
- Alternativen anbieten (Kauspielzeug)
- Nicht mit den Händen „raufen“
4. Alleine bleiben – Schritt für Schritt
Viele Probleme entstehen, weil das Alleinbleiben zu schnell aufgebaut wird.
Mini-Plan:
- Du bewegst dich im Raum → Hund bleibt entspannt
- Kurz aus dem Raum gehen → sofort zurück
- Dauer langsam steigern
💡 Wichtig: Erst steigern, wenn dein Welpe wirklich entspannt ist – nicht einfach „aushalten lassen“.
5. Die Welt entdecken – aber richtig dosiert
Sozialisierung ist wichtig, aber bitte nicht übertreiben. Ein Welpe muss nicht jeden Tag neue Abenteuer erleben.
Besser:
- Wenige, positive Erfahrungen
- Genug Pausen
- Kein „Dauerbespaßungsprogramm“
Typische Fehler (und wie du sie vermeidest)
❌ Zu viel auf einmal wollen
❌ Keine klaren Regeln im Alltag
❌ Überforderung durch zu viele Reize
❌ Inkonsistenz („Heute darf er, morgen nicht“)
👉 Denk dran: Dein Hund kann nur so gut lernen, wie du ihm den Rahmen gibst.
Dein Mindset als Hundehalter*in
Der wichtigste Punkt kommt zum Schluss:
Es geht nicht darum, einen „perfekten Hund“ zu formen – sondern eine stabile Beziehung aufzubauen.
Frag dich lieber:
- Fühlt sich mein Hund sicher bei mir?
- Versteht er, was ich von ihm möchte?
- Bleibe ich fair und klar?
Wenn du das mit „Ja“ beantworten kannst, bist du auf einem richtig guten Weg.
Fazit: Weniger Perfektion, mehr Beziehung

Welpen sind kein Projekt, das man „abarbeitet“. Sie sind kleine Persönlichkeiten, die Zeit, Geduld und Verständnis brauchen.
Wenn du strukturiert, liebevoll und alltagsnah arbeitest, entsteht etwas viel Wichtigeres als Gehorsam:
👉 Vertrauen!
Und genau das ist die Basis für alles Weitere.
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