Ferien mit Hund – Mit guter Vorbereitung zum entspannten Abenteuer


Wenn wir unsere Koffer packen und dem Alltag für ein paar Tage oder Wochen entfliehen, ist eines klar: Für viele Hundebesitzer:innen gehört der Vierbeiner unbedingt mit dazu. Die gemeinsame Auszeit stärkt die Bindung, schafft neue Erlebnisse und bringt Abwechslung in den Alltag – für Mensch und Hund. Doch was für uns nach Erholung klingt, kann für den Hund auch stressig oder überfordernd sein, wenn wir seine Bedürfnisse nicht von Anfang an mitdenken.
Als Martin Rütter Hundeschule Zürich Stadt begleiten wir Hund-Mensch-Teams aus der ganzen Region – auch dann, wenn es um besondere Alltagssituationen wie Ferien, Reisen oder Ortswechsel geht. Denn eines zeigt sich immer wieder: Wer frühzeitig plant, realistisch einschätzt und rücksichtsvoll reist, kann die schönste Zeit des Jahres gemeinsam in vollen Zügen geniessen.
Ferien mit Hund – worauf es wirklich ankommt
Bevor die Reise beginnt, lohnt sich ein ehrlicher und auch kritischer Blick auf die geplanten Aktivitäten, das Klima am Zielort und die Unterkunft. Passt dieses Ferienmodell wirklich zu meinem Hund? Nicht jeder Hund fühlt sich bei 35 Grad am Strand wohl. Auch ein Städteurlaub mit täglichen Museumsbesuchen oder Shoppingtouren kann für Vierbeiner schnell zur Zumutung werden.
Informiere dich daher unbedingt vorab, ob Hunde in der Unterkunft erlaubt sind, wie hundefreundlich Restaurants und öffentliche Verkehrsmittel vor Ort sind und ob es Spaziermöglichkeiten oder Badestellen gibt. In der Schweiz sind beispielsweise in Bergbahnen oder Naturschutzgebieten spezielle Regeln zu beachten, während im Ausland oft zusätzliche Impfungen oder ein Maulkorb vorgeschrieben sind. Der (EU-)Heimtierausweis sollte immer aktuell sein.
Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, achte auf sichere Transportlösungen, kühle Pausenplätze und ausreichend Wasser. Lass deinen Hund – vor allem im Sommer – niemals allein im Auto. Flugreisen empfehlen wir nur in Ausnahmefällen, da grössere Hunde im Frachtraum reisen müssten – was aus Tierschutzsicht kritisch ist. Bei Zugfahrten kann es eng werden, daher sollte der Hund das Mitfahren gut kennen, inklusive Maulkorbtraining.
Auch der Insektenschutz darf nicht unterschätzt werden: In südlicheren Regionen übertragen Mücken und Zecken gefährliche Krankheiten. Entsprechende Mittel sollten oft mehrere Tage vor Abreise angewendet werden, um zuverlässig zu wirken.
Vor Ort: Strukturen, Schutz und gemeinsame Zeit
Angekommen im Feriendomizil, darf die Erholung beginnen – für alle Beteiligten. Doch auch hier ist ein gewisses Mass an Planung hilfreich. Viele Hunde brauchen einige Tage, um sich in neuer Umgebung zurechtzufinden. Ein klar definierter und ruhiger Rückzugsort in der Unterkunft und die gewohnten Alltagsstrukturen von Zuhause helfen dem Hund, sich schneller einzugewöhnen.
Hunde sind anpassungsfähig, aber keine Maschinen. Spaziergänge in den kühleren Morgen- oder Abendstunden, kleine Schnüffelspiele, Baden oder gemeinsame Aktivitäten wie SUP (mit Schattenpausen!) sorgen für Abwechslung und Ausgeglichenheit. Hitze, Überforderung und ständiges „Dabeisein-Müssen“ hingegen belasten viele Hunde mehr als gedacht.
Gerade auf Campingplätzen oder in Hotels ist Rücksicht gefragt: Ein angeleinter Hund, der sich nicht frei auf der Parzelle löst, wird von Mitreisenden meist deutlich entspannter aufgenommen. Und: Bitte keinen Gruppenzwang – wenn der geplante Ausflug dem Hund nicht gut tut, ist ein entspannter Vormittag im Schatten oft die bessere Entscheidung.
Nach den Ferien: An alles gedacht?
Zurück aus den Ferien lohnt sich ein kurzer Gesundheitscheck. Wenn ihr im Ausland unterwegs wart, kann eine Entwurmung sinnvoll sein – am besten sprichst du mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt. Auch kleinere Blessuren, Hautreizungen oder Zecken können unbemerkt geblieben sein.
Und vielleicht nimmst du aus den Ferien auch etwas für den Alltag mit: mehr gemeinsame Zeit, neue Routinen oder einfach das gute Gefühl, dass dein Hund ein fester Teil deines Lebens ist – auch im Urlaub.
Fazit & Checkliste: So gelingen Ferien mit Hund
Ferien mit Hund können eine wunderschöne Erfahrung sein – wenn man aufeinander achtet. Es lohnt sich, ein paar Dinge rechtzeitig zu bedenken und nicht jeden Urlaub „mit Hund durchzuziehen“, sondern auch mal eine gute Betreuung zu Hause zu organisieren, wenn es besser passt.
Damit du den Überblick behältst, findest du hier noch einmal die wichtigsten Punkte in kompakter Form:
Deine Checkliste für Ferien mit Hund:
Vorbereitung
- Reiseziel & Unterkunft auf Hundetauglichkeit prüfen
- Einreisebestimmungen klären (Heimtierausweis, Impfungen, Maulkorbpflicht)
- Insektenschutz rechtzeitig anwenden
- Transporttraining starten (z. B. Maulkorb, Box, längere Autofahrten)
Packliste
- Heimtierausweis & ggf. Versicherungspapiere
- Medikamente, Erste-Hilfe-Set
- Hundedecke, Näpfe, Futter, Spielzeug
- Geschirr, Leinen, GPS-Tracker
- Zeckenzange, Kotbeutel, ggf. Schwimmweste
- Kontaktadresse Tierarzt vor Ort
- ggf. Kühlmöglichkeit für Futter
- Sonnenschutz für Hunde
Während der Reise
- Pausen beim Autofahren
- Der Hund sollte auch im Auto gesichert sein und genügend Wasser zur Verfügung haben
- Schattenplätze & kühle Pausen
- Keine Aktivitäten in der Mittagshitze
- Struktur & Rückzugsort in der Unterkunft
- Beschäftigung zu kühlen Tageszeiten
- Rücksichtnahme auf andere Gäste
- Jeden Tag Fell & Haut auf Parasiten prüfen
Nach dem Urlaub
- Gesundheitscheck & ggf. Entwurmung
- Fell & Haut auf Parasiten prüfen
Wenn du dich gemeinsam mit deinem Hund auf die Ferien vorbereiten möchtest – zum Beispiel durch Rückruftraining, das entspannte Mitlaufen an der Leine oder Maulkorbgewöhnung – dann melde dich bei uns. Wir helfen dir gerne weiter.
Martin Rütter Hundeschule Zürich Stadt
Martin Rütter Hundeschule Aarau / Baden
Martin Rütter Hundeschule Heilbronn / Hohenlohekreis
Für entspannte Ferien mit Hund, die euch wirklich guttun.

