Vibrissen

Hunde haben keine "Haar", wie wir Menschen, sie besitzen Fell. Das Wachstum bzw. die Richtung des Fells ist in ihrem Gesicht so strukturiert, dass es die Mimik des Hundes optimal unterstützt! Die Schnauze ist von kleinen, kurzen Haaren umgeben, in Richtung des Nasenrückens wird das Fell immer dichter. Die Haare zeigen alle parallel gegen die Stirn. Rund um die Augen wachsen die Haare in verschiedene Richtungen. Auf der Stirn wächst das Fell wieder in Richtung der Ohren. Bei einigen langhaarigen Hunden bildet das Fell um den Hals herum einen Kragen, der das gesamte Gesicht einzurahmen scheint.
Rund um die Schnauze herum, neben der Nase, an den Wangen bzw. Backen und über den Augen wachsen die "Vibrissen".
Sie sind geläufiger bekannt als Tasthaare oder Schnurrhaare. Hunde haben Vibrissen also nicht nur neben der Nase.

Welche Funktion haben Vibrissen?
Zum einen dienen Vibrissen dem Tastsinn. Was viele aber nicht wissen: Sie haben darüber hinaus auch eine Schutzfunktion (Auslösen von Reflexen, wie z.B. Schliessen des Augenlids) und sie dienen der Orientierung und der Wahrnehmung der Umgebung. So können Hunde dank der Vibrissen die Windrichtung besser einschätzen und die Abstände zum Boden genauer wahrnehmen.

Wichtig zu Wissen!
Vibrissen sind also weit mehr als blosse “Barthaare” und unterscheiden sich auch in ihrem Aufbau deutlich von der übrigen Fellstruktur.
Sie sollten auch in keinem Fall vom “Hundecoiffeur” oder von der Halteri / dem Halter zu optischen Zwecken abgeschnitten, abrasiert oder herausgezogen werden. In gewissen Ländern ist dies im übrigen tierschutzwidrig (unserer Meinung nach auch zu recht!).